Rekord-Auktion : 14,5 Millionen Euro für Hirst-Installation

Die Installation "Lullaby Spring" von Damien Hirst ist in London als weltweit teuerstes Werk eines noch lebenden Künstlers versteigert worden. Ein anonymer Bieter zahlte 14,5 Millionen Euro.

Damien Hirst Foto: AFP
"Lullaby Spring" von Damien Hirst. -Foto: AFP

LondonEine Installation von Damien Hirst (42) ist in London als weltweit teuerstes Werk eines noch lebenden Künstlers versteigert worden. Für die Arbeit "Lullaby Spring" zahlte ein anonym gebliebener Bieter einschließlich der Provision 9,652 Millionen Pfund (rund 14,5 Millionen Euro), teilte das Auktionshaus Sotheby's mit.

Das Werk besteht aus einem 2,75 Meter breiten und 1,90 Meter langen Stahlrahmen, der mehr als 6000 handgefertigte bemalte Gipsmurmeln enthält. Die Installation von 2002 ist Teil einer Serie von Rahmen aus rostfreiem Stahl, die als Allegorie auf die vier Jahreszeiten gedacht sind.

Hirst war berühmt geworden mit einem in Formaldehyd eingelegten Tigerhai. Zuletzt hatte er Anfang Juni Aufsehen erregt durch einen mit 8601 Diamanten besetzten Totenschädel. Das Werk - auf der Stirn thront ein 52-Karat-Diamant - mit dem Titel "For the Love of God" ist nach britischen Medienberichten umgerechnet rund 75 Millionen Euro wert. Es soll die vom Materialwert her teuerste Arbeit eines zeitgenössischen Künstlers sein. (mit dpa)