Renaissance-Meister : Große Dürer-Schau in Frankfurt

Das Städel Museum in Frankfurt zeigt zum ersten Mal seit 1971 wieder das grafische Werk von Albrecht Dürer. Bei der Sammlung handelt es sich um die wertvollsten Arbeiten des Renaissance-Künstlers.

Dürer (nur für Städel-Promo)
Dürers "Apokalyptische Reiter". -Foto: promo

Frankfurt/MainBis zum 6. Januar sind mehr als 130 Kupferstiche, Holzschnitte und Radierungen aus der Sammlung des Städel Museums zu sehen. Das Ausstellungshaus besitzt annähernd das komplette druckgrafische Werk von Albrecht Dürer (1471-1528). Wegen ihrer Empfindlichkeit werden die Arbeiten normalerweise aber nicht ausgestellt, sondern im Magazin gelagert.

Der größte Teil der Werke gehe auf die im 18. Jahrhundert zusammengetragene Sammlung des Stifters Johann Friedrich Städel und eine weitere bereits 1819 erworbene Dürer-Sammlung zurück, sagte Städel-Direktor Max Hollein. "Dürer ist ein Künstler, der immer eine tragende Rolle in der Geschichte des Städel gespielt hat."

Riesen-Erfolg in Bilbao

Die Ausstellung zeigt die Entwicklung der Techniken und der Themen bei Dürer. Dieser gilt als einer der herausragendsten Künstler der deutschen Renaissance. Er widmete sich in seinen Arbeiten sowohl der Antikenrezeption als auch dem Einfluss des aufkommenden Humanismus.

Unter den gezeigten Werken sind bekannte Arbeiten wie die Holzschnitte zur Apokalypse oder auch "Adam und Eva" (Der Sündenfall) von 1504. Die vom Städel konzipierte Ausstellung war im Sommer bereits im Guggenheim Museum im spanischen Bilbao zu sehen, das mit ihr sein zehnjähriges Bestehen gefeiert hat. Dort wurde sie nach Darstellung des Städel von mehr als 330.000 Menschen besucht. Zuletzt wurden die Arbeiten Dürers in Deutschland umfassend zu dessen 500. Geburtstag 1971 gezeigt. (mit dpa)