Rentenreform : Arbeiten im Ruhestand

Die Bundesregierung möchte Frührentnern 400-Euro-Jobs erlauben. Die Verdienste sollen ohne Abzüge gewährt werden.

Berlin Frührentner sollen nach Erwägungen der Bundesregierung künftig ohne Abstriche an ihren gesetzlichen Altersbezügen einen 400-Euro-Job ausüben dürfen. Dadurch entfielen "aufwändige Prüfungen und Rückforderungen" durch die Rentenkassen,heißt es nach einem Bericht des "Handelsblatts" in einem 49-seitigen Entwurf eines Gesetzes zur Änderung der  Sozialversicherung.

Eine Sprecherin des Bundesarbeitsministeriums sagte dazu, es handele sich um einen Referentenentwurf "im frühen Stadium".  Endgültige Festlegungen gebe es deshalb nicht. Bislang dürfen Arbeitnehmer, die bereits vor dem 65. Lebensjahr in Rente gehen, maximal 350 Euro im Monat hinzuverdienen. Sobald sie diese Grenze überschreiten, wird ihre Rentenzahlung um ein Drittel auf eine Teilrente gekürzt. Die bisherige Grenze sei "für viele Rentner nicht nachvollziehbar".

Nach Angaben der Rentenkassen wird häufig ungewollt gegen die Regelung verstoßen, weil Senioren davon ausgehen, dass der Höchstwert mit der Entgeltgrenze bei Mini-Jobs identisch sei. Deswegen solle nun die Regelung zum 1. Januar 2008 gelockert werden. Mit Vollendung des 65. Lebensjahres gibt es für Ruheständler keinerlei Beschränkungen für Hinzuverdienste. (mit dpa)