Rohstoffe : Spannungen im Nordirak lassen Ölpreise explodieren

Der US-Ölpreis hat seine Rekordjagd fortgesetzt und ist im frühen asiatischen Handel erstmals über 86 Dollar gestiegen. Händler führten die anhaltende Kursrally auf die Spannungen zwischen der Türkei und kurdischen Rebellen im Nordirak zurück.

SingapurDer Preis für ein Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im November stieg im frühen asiatischen Handel zum Vortagsschluss um 32 Cent auf 86,45 Dollar. Bereits in der Nacht zum Dienstag war der WTI-Preis auf einen neuen Rekordstand von 86,73 Dollar geklettert.

Analysten sehen in dem Bereich eine erhebliche Spekulationsblase. Bei einem Ölpreis von über 80 Dollar kann Nervosität an den Finnazmärkten den Preis schnell explodieren lassen. Allerdings können auch der zu erwartende milde Winter und der ständig fallende Dollar den Ölpreis nach oben treiben.

Große Ölfelder im Nordirak

Händler führten die anhaltende Kursrally der Ölpreise hauptsächlich auf die Spannungen zwischen der Türkei und kurdischen Rebellen im Nordirak zurück. Während die US-Regierung einseitige Schritte der Türkei im Irak ablehnt, sucht das türkische Kabinett um Ministerpräsident Erdogan die Zustimmung des Parlaments für einen grenzüberschreitenden Militärschlag gegen die Rebellen.

Wenngleich die konkreten Auswirkungen auf die Ölförderung des Irak im Falle einer Eskalation des Konflikts unklar seien, würden die Ölpreise von der Krise im Irak merklich beeinflußt, hieß es. Viele der großen irakischen Ölfelder befinden sich im Norden des Iraks. (mit dpa)