Der Tagesspiegel : Romeo-Räuber erhängte sich in Haft Romanze mit Staatsanwältin

hatte ihn populär gemacht

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Potsdam/Berlin. Der zu 13 Jahren Haft verurteilte so genannte „RomeoRäuber“ Wilhelm F. Terhar ist tot. Er hat sich nach Angaben einer Justizsprecherin in der Nacht zum Montag in der Berliner Vollzugsanstalt Tegel mit einem Seil am Fenster aufgehängt. Der notorische Bankräuber verbrachte mehr als die Hälfte seiner 56 Lebensjahre hinter Gittern. Ende 2001 kam er als Romeo-Räuber in die Schlagzeilen, nachdem sich eine Staatsanwältin bei Vernehmungen in ihn verliebt hatte und deshalb selbst ins Visier der Justiz geriet. Die Staatsanwaltschaft klagte sie mit dem Vorwurf an, sie habe in einem Prozess gegen Terhar wahrheitswidrig ausgesagt, um eine mildere Strafe zu erreichen. Doch das Verfahren endete mit einem Freispruch: Strafvereitelung im Amt konnte ihr nicht nachgewiesen werden. Warum sich Wilhelm F. Tehear das Leben nahm, ist unklar. Justizbeamte entdeckten seine Leiche morgens in der Zelle. Anzeichen für eine Selbstmordgefährdung seien zuvor nicht erkennbar gewesen, hieß es. Er war im November 2000 wegen schwerer räuberischer Erpressung zu 13 Jahren Haft verurteilt worden. cs

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