Der Tagesspiegel : Rückendeckung für Schönbohm

Nach „Junge Freiheit“-Interview

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Potsdam. Brandenburger Innenminister Jörg Schönbohm (CDU) steht wegen eines Interviews mit der rechtsradikalen Zeitung „Junge Freiheit“ in der Kritik. Aber jetzt bekommt er unerwartete Rückendeckung von einem seiner bislang schärfsten Kritiker: Gegenüber dem Tagesspiegel nahm der Vorsitzende des Brandenburger Aktionsbündnisses gegen Fremdenfeindlichkeit und Rechtsextremismus Rolf Wischnath Schönbohm ausdrücklich gegen Vorwürfe in Schutz, er würde mit dem Interview den Konsens der Demokraten im „Kampf gegen Rechts“ verlassen. Mit diesem Argument hatte die grüne Bundestagsabgeordnete Cornelia Behm sogar die Entlassung Schönbohms gefordert, der bereits nach dem Urteil des Berliner Landgerichtes in der V-Mann-Affäre unter Druck steht.

Zwar stellt auch Wischnath „die Frage", ob es „politisch klug“ von Schönbohm sei, ein „wichtiges Interview“ einem Organ wie der „Jungen Freiheit“ zu geben, das „in seiner Ausrechtung zwischen Nationalismus und Rechtsextremismus angesiedelt“ werden müsse. Doch stellt der Generalsuperintendent und Aktionsbündnis-Vorsitzende zugleich klar: Schönbohm habe „einmal mehr gezeigt, dass er ein starker konservativer Politiker ist, der sich im rechten Flügel der CDU verortet.“

Der brandenburgische Innenminister, so Wischnath, „habe durch seine Politik gezeigt, dass er dem Rechtsextremismus und seinen Gewalttaten unnachgebig gegenübertritt.“ thm

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