Rüstungslobbyist Schreiber : "Habe keine Beweise"

Mit Anschuldigen gegen den früheren Premierminister Brian Mulroney erschütterte der deutsch-kanadische Rüstungslobbyist Karlheinz Schreiber die kanadische Politik erschüttert. Jetzt hat er Erwartungen zurückgewiesen, er könne seine Behauptungen mit Dokumenten belegen.

Toronto"In der Welt, in der ich mich bewegt habe, gibt es keine Quittungen, keine Belege, keine Zeugen", sagte Schreiber dem Tagesspiegel in Toronto. Schreiber gilt als Schlüsselfigur der CDU-Spendenaffäre und behauptet, mit dem ehemaligem Premier Mulroney noch während dessen Amtszeit eine Vereinbarung über eine Lobbyistentätigkeit für eine Rüstungsfabrik abgeschlossen zu haben. Schreiber will ihm für diese Unterstützung 300.000 US-Dollar gezahlt haben. Mulroney weist das zurück. Beide bezichtigen sich der Lüge.

An diesem Freitag wird Schreiber ein weiteres Mal die kanadische Öffentlichkeit beschäftigen. Dann will der renommierte Jura-Professor David Johnston sein Gutachten zu Schreibers jüngsten Enthüllungen bezüglich Mulroney vorlegen. Johnston soll im Auftrag von Premierminister Harper eine Expertise zu der Frage vorlegen, ob und in welchem Rahmen die Regierung eine öffentliche Untersuchungskommission einsetzen soll. (Tsp)

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