Saarbrücken : Terrorhelfer hatten das Saarland im Visier

Saarbrückens Rathaus und das Staatstheater stehen derzeit unter besonderem Wachschutz. Grund dafür ist ein Stadtplan des islamistischen Extremisten Omid S. Darauf sollen mehrere Gebäude der Stadt markiert worden sein - um sie möglicherweise in die Luft zu sprengen.

München/StuttgartDas Saarland ist möglicherweise ins Visier von Terroristen geraten. Bei der Festnahme des islamistischen Extremisten Omid S. Mitte September in Frankfurt haben Ermittler nach Informationen des Nachrichtenmagazins "Focus" einen Stadtplan von Saarbrücken gefunden. Darin seien mehrere Orte angestrichen, die Spezialisten des Bundeskriminalamtes als mögliche Anschlagsziele einstuften.

An den markierten Stellen - etwa dem Rathaus oder dem Staatstheater - sei der Objektschutz massiv erhöht worden. Hinweise auf konkrete Bombenattentate gebe es jedoch nicht, zitiert das Magazin das saarländische Landeskriminalamt. Mitte September waren die beiden mutmaßlichen islamistischen Terrorhelfer Omid S. und Hüseyin Ö. in Frankfurt verhaftet worden. Beide werden zum militanten Kreis um die "Sauerland-Terror-Gruppe" gezählt, die in Deutschland Autobomben zünden wollte.

Die Bundesanwaltschaft bestätigte am Samstag in Stuttgart, dass Hüseyin Ö. vor ein paar Tagen unter Auflagen wieder frei kam. Angaben von "Focus", der 27-jährige Türke habe im Verhör gestanden, in den "Heiligen Krieg"  ziehen zu wollen, wollte eine Behördensprecherin jedoch nicht bestätigen. (eb/dpa)