Sanktionen : Bush bestraft Birmas Militärjunta

Die USA reagieren auf die Gewalt gegen Demonstranten in Birma. US-Präsident Bush verschärfte die Sanktionen gegen die Militärregierung des südostasiatischen Landes und legte die Vermögen von 14 Regierungsmitgliedern auf Eis.

WashingtonUS-Bürger sei ab jetzt verboten, mit den Betroffenen geschäftliche Beziehung zu unterhalten, teilte das US-Finanzministerium mit. Unter ihnen ist der Vorsitzende des "Staatsrats für Frieden und Entwicklung", wie sich die Junta selbst nennt, General Than Shwe, und Vizechef General Maung Aye.

"Der Präsident (George W. Bush) hat klar gemacht, dass wir nicht Abseits stehen, wenn das Regime versucht, die Stimme des birmanischen Volkes durch Repression und Einschüchterung zum Schweigen zu bringen", sagte der Direktor des US-Amts für die Kontrolle ausländischer Vermögenswerte, Adam Szubin. Bush hatte zuvor erneut zur Unterstützung der Freiheitsbestrebungen der birmanischen Bevölkerung aufgerufen. "Wir bewundern die Mönche und friedlichen Demonstranten, die nach Demokratie rufen, und wir fühlen mit ihnen." Jede zivilisierte Nation habe eine Verpflichtung, sich für Menschen einzusetzen, die unter einem brutalen Militärregime litten.

Die USA hatten bereits 2003 Sanktionen gegen Birma verhängt, nachdem Oppositionsführerin und Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi festgenommen und unter Hausarrest gestellt worden war. Die Strafmaßnahmen sahen unter anderem ein Einfuhrverbot für alle Waren aus dem südostasiatischen Land vor. Ein bereits bestehendes Einreiseverbot für Personen mit Verbindungen zur Junta wurde überdies ausgeweitet. (mit dpa)