Der Tagesspiegel : Schäferei: Schäfchen zählen

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In Brandenburg leben nach Angaben des Schafzuchtverbandes rund 163 000 Schafe. Etwa zwei Drittel davon werden von knapp 300 hauptberuflichen "Tierwirten" und deren 15 (meist weiblichen) Auszubildenden gehalten, um den Rest kümmern sich Hobbyschafhalter. In Friedrichsfelde (Uckermark) gibt es eine Lehrschäferei. Ein durchschnittlicher Schäfereibetrieb besteht aus 1,5 Menschen und 500 Tieren. 5 der 24 im Land lebenden Arten sind so genannte Wirschaftsrassen. Seit der Wende bringt die Wolle den Schäfern keinen Gewinn mehr: Bei reichlich einer Mark für das Kilo und fünf Kilo pro Schaf sind kaum die Kosten der jährlichen Schur zu decken. Die meisten Lämmer werden nach etwa einem halben Jahr geschlachtet; der Preis für ihre reichlich 30 Kilo Fleisch ist dank der BSE-Krise um gut 20 Prozent auf über hundert Mark geklettert. Der Schäfer lebt hauptsächlich von der "Mutterschafprämie" von 34 Mark pro Tier. Dazu kommen derzeit 13 Mark für das "Abhüten" minderwertiger Böden. Die Flächen muss der Schäfer meist pachten, einen Teil der Kosten bekommt er für die Landschaftspflege zurück.

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