Schalke 04 : Poker um Lincoln geht weiter

Am Wochenende sorgte die Meldung für Aufsehen, der Transfer von Schalkes Spielmacher Lincoln zu Galatasaray Istanbul sei bereits perfekt. Jetzt wird heftig zurückgerudert.

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Lincoln: Gelsenkirchen oder Istanbul? -Foto: ddp

Istanbul/GelsenkirchenDas Hin und Her um den brasilianischen Spielmacher Lincoln vom Fußball-Bundesligisten FC Schalke 04 ist um eine Variante reicher. Heute hat der an einer Verpflichtung Lincolns interessierte türkische Spitzenclub Galatasaray Istanbul eine zunächst auf der eigenen Internetseite verbreitete Meldung, wonach der Transfer bereits perfekt sei, wieder zurückgezogen.

Der Medienabteilung sei eine Verwechslung unterlaufen, entschuldigte sich der Club des neuen Trainers Karl-Heinz Feldkamp. Die Bestätigung beziehe sich nicht auf Lincoln, sondern auf den Transfer des algerischen Abwehrspielers Ismail Bouzid vom 1. FC Kaiserslautern.

Erste Gespräche bestätigt

Türkische Zeitungen berichteten, wenn der Revierclub einer Ablösesumme von 4,5 Millionen Euro für den noch bis 2008 an Schalke gebundenen 28-Jährigen zustimme, stehe einem Wechsel Lincolns zu Galatasaray nichts mehr im Wege. Erste Gespräche mit den Türken und Lincolns Berater Roder Wittmann hatten die Schalker Verantwortlichen bereits am Wochenende bestätigt. "Ja, es hat ein erstes Gespräch gegeben", hatte Manager Andreas Müller gesagt.

Der Aufsichtsratsvorsitzende Clemens Tönnies schloss in einem Gespräch mit den "Ruhr Nachrichten" einen Wechsel Lincolns nicht mehr aus. "Ich schließe aber auch nicht aus, dass er bleibt", sagte Tönnies. Müller arbeite derzeit an mehreren Varianten, "mit und ohne Lincoln". Für den Finanzchef und neuen Präsidenten Josef Schnusenberg ist der Transferpoker ebenfalls ergebnisoffen, er sagte aber auch: "Wenn Lincoln mit großer Lust bei der Sache ist, ist er Gold wert, ein unlustiger Lincoln bringt uns nichts."

Wie der "Kicker" berichtete, steht Schalke vor der Verpflichtung von Ivan Rakitic (FC Basel). Der 19-Jährige Junioren-Nationalspieler aus der Schweiz ist zwar keine "Nummer 10", kann aber beide offensiven Halbpositionen im Mittelfeld bekleiden. (mit dpa)