Schiedsrichter : Merk: Videobeweis verhindert klare Fehlentscheidungen

Markus Merk hat sich nochmals ausdrücklich für den Videobeweis in der Fußball-Bundesliga ausgesprochen. Die klaren Fehlentscheidungen könnten somit zu "100 Prozent" ausgeschlossen werden, sagte der Schiedsrichter.

Markus Merk
Schiedsrichter Markus Merk. -Foto: ddp

Frankfurt/Main Der dreimalige Welt-Schiedsrichter Markus Merk hat sein Konzept für einen Videobeweis erneut verteidigt und deutliche Fehler der Schiedsrichter durch das mögliche technische Hilfsmittel ausgeschlossen. "100 Prozent" der klaren Fehlentscheidungen von Unparteiischen seien damit zu vermeiden, sagte der ehemalige Fifa-Referee in einem Interview mit dem "kicker". Zugleich räumte Merk aber auch ein: "In der Grauzone haben wir keine Chance."

Merk sagte, dass viele selbstkritische Schiedsrichter seine Meinung zum Videobeweis teilen würden. Unterstützung bekam er Medienberichten zufolge auch von Wolfsburgs Trainer Felix Magath und Dortmunds Thomas Doll. Auf Ablehnung stieß er dagegen bei Bayern Münchens Manager Uli Hoeneß. "Da bin ich ganz klar dagegen. Zum Schluss haben wir zehn Unterbrechungen pro Spiel. Wo kommen wir denn dahin?", wurde er am Donnerstag in der Münchner "tz" zitiert.

Auch Amtskollege Christian Heidel vom Bundesliga-Absteiger FSV Mainz 05 sprach sich in der "Mainzer Allgemeinen Zeitung" gegen "das große Auge von Oben" aus. Hoeneß lehnt mögliche Neuerungen und technische Hilfsmittel nicht kategorisch ab: "Torkamera ja, Videobeweis nein."

Für Mainz-Manager Heidel gehören Fehlentscheidungen dazu. "Es war schon immer so und soll immer so bleiben, dass man sich auch über Entscheidungen der Schiedsrichter aufregt", sagte er. Merk teilt diese Ansicht nicht und wundert sich in der Diskussion über die Aussage, "dass Fehler zum Fußball gehören". (mbo/dpa)