Der Tagesspiegel : Schmökel gefasst: Die Ausbrüche von Frank Schmökel

Sechs Mal ist dem Schwerverbrecher Frank Schmökel die Flucht aus dem Maßregelvollzug geglückt. Die jüngste Flucht hielt Polizei und Politik seit dem 25. Oktober in Atem.

Die Fluchten

April 1994: Schmökel hat vom 1. bis 4. April Urlaub aus der Landesklinik Brandenburg. Er kehrt nicht freiwillig zurück und vergewaltigt auf der Flucht in Mecklenburg/Vorpommern ein Mädchen. Der Triebtäter wird am 13. April von der Polizei zurückgeführt.

16. November 1995: Schmökel gelingt die Flucht aus der Klinik. Am nächsten Tag wird er von der Polizei aufgegriffen.

24. Juli 1996: Schmökel entweicht bei einem Freigang. Drei Tage später wird er von der Polizei zurückgebracht.

19. Februar 1997: Gemeinsam mit anderen Häftlingen sägt Schmökel ein Fenstergitter auf und entkommt erneut. Er stellt sich am 27. Februar freiwillig. Am 1. März des selben Jahres wird er in den als sicherer geltenden Maßregelvollzug in Neuruppin verlegt.

16. September 1997: Auch in Neuruppin glückt Schmökel mit Mitpatienten die Flucht aus dem Fenster. Am folgenden Tag wird er von der Polizei gestellt.

26. April 2000: Schmökel erhält "Lockerungsstufe 4", die Ausgänge einschließt.

25. Oktober: Schmökel nutzt den Besuch bei seiner Mutter in Strausberg zur Flucht. Er sticht einen Bewacher nieder und verletzt auch die Mutter und einen weiteren Pfleger. In einer Bungalowsiedlung in Strausberg erschlägt er am 2. November einen 60-jährigen Mann.

7. November: Schmökel flüchtet bei Großdubrau in Sachsen aus einem Waldgebiet, das von mehreren Hundertschaften der Polizei durchkämmt wurde; er wird von der Autobahnpolizei bei Saritsch festgenommen.

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