Der Tagesspiegel : SEK-Mann bangt um sein Augenlicht

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Wassmannsdorf/Potsdam - Ein Polizist des Sondereinsatzkomandos (SEK), der am vergangenen Freitag bei einer Schießerei in Waßmannsdorf schwer verletzt wurde, wird nach Agenturberichten vermutlich auf einem Auge blind bleiben. Der 29-Jährige hatte, wie berichtet, einen Schuss ins Gesicht bekommen, als das SEK versuchte, ein Haus zu stürmen. Dort hatte sich ein 52-jähriger Sportschütze verschanzt und das Feuer eröffnet. Nach dem Einsatz waren Zweifel aufgekommen, ob es notwendig war, das Haus zu stürmen. Im zuständigen Polizeipräsidium Frankfurt (Oder) wird das Geschehen zur Zeit ausgewertet. Ergebnisse lägen noch nicht vor, sagte gestern ein Sprecher. Zu Kritik aus Polizeikreisen, wonach der verletzte Beamte keinen Schutzhelm trug, wollte sich der Sprecher nicht äußern.

Neben der Polizeigewerkschaft haben sich auch die Brandenburger Grünen für eine gründliche Untersuchung des Polizeieinsatzes ausgesprochen. Ihr Landesvorsitzender Axel Vogel sagte dem Tagesspiegel: „Es muss geklärt werden, ob von Seiten der Polizeiführung Fehler gemacht wurden – schon allein, um so etwas künftig auszuschließen.“ Ob der Schütze, den die Polizei später tot in seiner Wohnung fand, Selbstmord beging, ist immer noch nicht abschließend geklärt. Die Staatsanwaltschaft ermittelt. das

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