Der Tagesspiegel : Serientäter flüchtete aus Polizeigebäude

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Berlin - Einem festgenommenen Intensivtäter ist am Dienstag die Flucht aus einem Polizeigebäude in der Bulgarischen Straße in Treptow gelungen. Er schaffte es, seine Handfesseln zu lösen und zu entkommen. Nach ihm wird gefahndet. Der 18-jährige Deutsche war am Montagabend mit einem 19-jährigen Komplizen bei einem Einbruch in einen Baucontainer in Köpenick gefasst worden. Der 18-Jährige ist bei der Polizei als Serientäter bekannt: vor allem wegen schweren Diebstahls und Einbrüchen. Aus dem Polizeigewahrsam wurden sie gestern Mittag zur Vernehmung bei der Kripo geführt. Offenbar war der 18-Jährige ohne Bewacher alleine in einem Warteraum. Polizeipräsident Dieter Glietsch sagte am Abend: „Der vorliegende erste Bericht zeigt, dass der Festgenommene kurze Zeit nicht bewacht und wahrscheinlich nicht sorgfältig genug gefesselt war. Wir werden genau prüfen, wie es dazu kommen konnte und welche Konsequenzen daraus zu ziehen sind.“ Ein Ermittler bestätigte, dass es möglich sei, „die Hand aus der Fessel zu ziehen, wenn sie nicht eng genug angelegt wurde“. Allerdings sei das schmerzhaft.

Erst kürzlich war binnen weniger Wochen zwei Strafgefangenen die Flucht aus dem Kriminalgericht gelungen. Einer von ihnen wurde vergangene Woche gefasst. Von dem zweiten, dem Betrüger Martin R., fehlt weiter jede Spur (siehe Bericht oben). tabu

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