Sicherheit : Afghanistan will mit Nachbarn Terroristen bekämpfen

Drogenschmuggel und Terrorismus sind zwei der größten Probleme, mit denen Afghanistan zu kämpfen hat. Gemeinsam mit den Nachbarstaaten will das Land in diesen Punkten vorwärts kommen. Doch Iran macht dabei nicht mit.

ParisAfghanistan und seine Nachbarstaaten haben sich am Sonntag bei Paris auf eine engere Zusammenarbeit in Sicherheitsfragen verständigt. Vor allem beim Schutz der Grenzen solle es künftig eine engere Abstimmung geben, wie die Teilnehmer einer internationalen Afghanistan-Konferenz mitteilten. So sollen Terrorismus und Drogenschmuggel wirkungsvoll bekämpft werden.

Überschattet wurde das von Frankreich organisierte Treffen auf Ministerebene von neuen Anschlägen und Gefechten in Afghanistan. Einen herben Rückschlag verpasste der Konferenz zusätzlich Iran. Außenminister Manuchehr Mottaki sagte seine Teilnahme kurzfristig ab, wie eine Sprecherin des Pariser Außenministeriums bestätigte. Es sei auch kein anderer iranischer Vertreter erschienen.

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) war am Vormittag zur Konferenz im Schloss von La Celle-Saint-Cloud gekommen. Er flog allerdings schon am Mittag wieder nach Deutschland, um am Konjunkturgipfel im Kanzleramt teilzunehmen. (sf/dpa)