Siebter Wettkampftag : Drei Goldmedaillen für Deutschland am Samstag

Handbikerin Andrea Eskau, Leichtathlet Matthias Schröder und die Sonar-Segelmannschaft mit Jens Kroker, Robert Prem und Siegmund Mainka haben am Samstag bei den Paralympics die Goldmedaillen Nummer zehn, elf und zwölf für die deutsche Mannschaft gewonnen.

Andrea Eskau
Andrea Eskau holt das zehnte Gold für Deutschland. -Foto: dpa

PekingDer sehbehinderte Schröder (49,45 Sekunden) profitierte von der Disqualifikation des über die 400 Meter schnelleren Chinesen Yansong Li, der seine Bahn verlassen hatte. Vor Qingdao reichte dem 39-jährigen Münsteraner Kroker und seiner Crew Platz fünf im Finalrennen und ein Punkt Vorsprung zum umjubelten Sieg. „Wir sind überglücklich, können es noch gar nicht fassen“, sagte Kroker nach seinem Sieg in der Fushan Bucht.

Die zweimalige Weltmeisterin Andrea Eskau (Magdeburg), die sich 1998 bei einem Fahrradunfall die Wirbelsäule schwer verletzt hatte, gewann über 36,3 Kilometer auf der Straße mit 13/100 Sekunden Vorsprung vor der Niederländerin Monique van der Vorst Gold. Als Dritte sicherte sich Dorothee Vieth aus Hamburg ihre zweite Bronzemedaille der Paralympics in Peking. „Der Kurs ist landschaftlich sehr reizvoll, aber auch sehr anspruchsvoll“, sagte die 47 Jahre alte Geigen-Lehrerin.

Pistorius siegt über 200 Meter

Bei den Leichtathletik-Wettkämpfen gewann Claudia Nicoleitzik aus Püttlingen die Silbermedaille im 200-Meter-Sprint. Bronze ging an Thomas Loosch (Wattenscheid) im Kugelstoßen mit 14,44 Metern und an die 54 Jahre alte Birgit Pohl (Gera) im Speerwurf (16,36). Südafrikas Sprintstar Oscar Pistorius gewann im „Vogelnest“ nach den 100 m sein zweites Gold über die doppelte Distanz in 21,67 Sekunden. „Usain Bolt ist eine Inspiration für mich, noch schneller zu laufen“, sagte der schnelle Prothesen-Sprinter.

Im Segelrevier vor Qingdao haderte 2.4mR-Steuermann Heiko Kröger (Kiel) zum zweiten Mal nach Athen mit Platz vier. Nach Rang sieben im letzten Rennen war Kröger zwar punktgleich mit dem Bronzemedaillengewinner John Ruf, hatte aber weniger Tagessiege vorzuweisen. „Es ist so bitter, zweimal hintereinander Vierter zu werden“, sagte Kröger, dem von Geburt an ein Unterarm fehlt.

Im Rollstuhlbasketball erreichten am Abend die Frauen mit einem 60:40 gegen Japan das Finale gegen die USA, für die deutschen Männer war nach dem 64:71 gegen Großbritannien im Viertelfinale Schluss. (dpa)