Siemens-Gewerkschaft : AUB rüstet sich für Neuanfang

Nach dem Schmiergeldskandal rüstet sich die Siemens-Gewerkschaft AUB für einen Neuanfang. Transparenz steht ganz oben auf der Agenda.

Die Arbeitsgemeinschaft Unabhängiger Betriebsangehöriger (AUB) plant
einen Neuanfang. Den rund 30.000 Mitgliedern der AUB, die wegen
verdeckter Schmiergeldzahlungen durch Siemens an ihren Gründer Wilhelm
Schelsky in die Schlagzeilen geraten war, soll auf der
Mitgliederversammlung am 28. Juli in Nürnberg eine neue Satzung zur
Abstimmung vorgelegt werden, sagte die stellvertretende
Bundesvorsitzende Ingrid Brand-Hückstädt dem Tagesspiegel. „Wir wollen größtmögliche Transparenz.“

Der amtierende Vorstand werde zurücktreten, der alte Name solle aber
beibehalten werden, sagte Brand-Hückstädt. Auch über eine Erhöhung der
Beiträge von derzeit acht Euro im Monat sollen die Mitglieder abstimmen.
Die Kassenlage sei aber „entspannt“, betonte sie, ohne Details zu
nennen.

Das Ziel sei es, die AUB als unabhängigen Dienstleister für
Betriebsräte zu etablieren.