Der Tagesspiegel : So jung und schon Starfotograf

„TeenVision“ will Berührungsängste mit Prominenten abbauen

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Kleinmachnow – Handstand oder Spagat – für keine sportliche Ertüchtigung war sich Christian Schenk, Olympiasieger von 1988 im Zehnkampf, zu schade, als er sich am Dienstag den Fragen der Teilnehmer des „TeenVision“Workshops stellte. Und auch Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck hatte Zeit mitgebracht. Nachdem im vergangenen Jahr unter anderem der Regierende Bürgermeister Wowereit und die TV-Talkerin Sabine Christiansen an dem Projekt teilgenommen hatten, findet der Foto-Workshop für Jugendliche aus Berlin und Brandenburg nun zum zweiten Mal statt. „Über 300 Teilnehmer haben sich an dem Fotowettbewerb beteiligt, 27 wurden ausgewählt und können jetzt das Handwerkszeug von professionellen Fotografen lernen“, berichtet Claudia Buhmann von dem Fotografen-Netzwerk Bildschön, das den Workshop in Kleinmachnow organisiert. „Wir wollten ein Foto-Projekt für Jugendliche in der Region realisieren, mit dem die Berührungsängste der Kinder vor Prominenten abgebaut werden können“, erklärt sie die Entstehung des Projekts.

Die Veranstalter konnten 20 Prominente für das Projekt gewinnen, die den Jugendlichen im Herbst 2004 als Modell zur Verfügung stehen werden. „Auf Christian Schenk habe ich mich besonders gefreut, weil ich auch turne,“ sagt die 16-jährige Beatrice Schmuck. „Zehnkämpfer trainieren 320 Tage im Jahr und haben nur zwei Wettkämpfe, darum sind wir wohl ein bisschen verrückt“, sagt Schenk. Als wolle er das Gesagte unter Beweis stellen, posiert er für die Jugendlichen im Spagat oder macht einen Handstand. „Die Promis sind echt nett und so offen“, freut sich die 14-jährige Julia Paetsch. Jonas Haase und sein Freund Benjamin Giese, fast die einzigen Jungen in der Runde, sind beim Camp, weil der Fotowettbewerb eine Schulinitiative war. „Fotografen wollen wir nicht werden, das ist eher ein Hobby von uns“, sagen die 15-Jährigen.aca

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