Softwarebranche : Börse sieht SAP-Übernahme skeptisch

Deutschlands größtes Softwareunternehmen SAP will den französischen Konkurrenten Business Objects kaufen. Die größte Übernahme in der Unternehmensgeschichte wird von der Börse eher kritisch aufgenommen. Das Papier von SAP findet sich am Dax-Ende wieder.

WalldorfEuropas führender Softwarekonzern SAP steht vor der größten Übernahme in der Unternehmensgeschichte: Für 4,8 Milliarden Euro will der Weltmarktführer für Unternehmenssoftware das französische Softwarehaus Business Objects übernehmen, wie Vorstandschef Henning Kagermann mitteilte. SAP bietet den Aktionären des französischen Spezialisten für Analysesoftware 42,00 Euro je Aktie. Die Führungsspitze von Business Objects befürwortet den Verkauf. Im ersten Quartal 2008 soll die Übernahme abgeschlossen sein.

Der Kurs von SAP brach nach Ankündigung der milliardenschweren Akquisition im frühen Handel um 6,03 Prozent auf 39,12 Euro ein und rutsche ans Dax-Ende ab. Grund ist eine Gewinnwarnung von Business Objects S.A. für das dritte Quartal. Wegen des enttäuschenden Lizenzumsatzes rechnet das französische Unternehmen nur noch mit Erlösen von bis zu 370 Millionen statt wie geplant mit bis zu 387 Millionen Dollar. Auch der Gewinn soll hinter den Erwartungen zurückbleiben.

Business Objects S.A. wurde 1990 in Paris gegründet und hat rund 6600 Beschäftigte. Das Unternehmen stellt Analysesoftware her. (mit dpa)