Somalia : Radikalislamisten rüsten zum "endgültigen Krieg"

Anwohner in Mogadischu berichten, dass Lastwagen seit zwei Tagen Raketen, Waffen und Munition in die somalische Hauptstadt bringen. Hier hat die als Terrororganisation eingestufte Al-Schabab-Miliz größtenteils die Kontrolle.

Die Waffen seien auf Stellungen der Rebellen verteilt worden. Die Gruppe kämpft gegen die Übergangsregierung des gemäßigten Islamistenführers Sheik Sharif Ahmed. Ein örtlicher Radiosender behauptet, die Radikalislamisten würden den "endgültigen Krieg" gegen die Regierung und die Friedenstruppen der Afrikanischen Union vorbereiten.

Somalische Regierungsvertreter hatten am vergangenen Wochenende Eritrea beschuldigt, die radikalen Gruppen mit Waffenlieferungen zu unterstützen. Somalia ist seit 1991 ohne eine funktionierende Regierung.

Die chaotischen Verhältnisse in Somalia haben auch dazu geführt, dass viele Einwohner ihr Heil in der Piraterie suchen, von der zur Zeit auch deutsche Schiffe betroffen sind. In dem afrikanischen land funktionieren selbst grundlegende staatliche Einrichtungen kaum, Korruption ist weit verbreitet und die Bevölkerung leidet unter allgegenwärtiger Gewalt.

Die EU will 60 Millionen Euro bereitstellen, um dem seit 18 Jahren zerfallenden Staat zu helfen. (sp/dpa)