Der Tagesspiegel : Sommerresidenz und Armeemuseum

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Friedrich Wilhelm II. , der Neffe und Nachfolger Friedrich des Großen, gibt kurz nach seiner Thronbesteigung 1786 den Bau einer Sommerresidenz am Ufer des Heiligen Sees in Auftrag. Die Architekten Carl von Gontard und Carl Gotthard Langhans bauen bis 1791 ein zweigeschossiges Gebäude mit einer Aussichtsplattform, die sie mit vergoldeten Putten schmücken.

Marmorplatten in der Außenfassade geben dem Palais seinen Namen. Im

Innern gibt es mehrere prunkvoll ausgestattete Räume. Zwei eingeschossige Flügelbauten kommen später hinzu. 1881 nimmt das spätere Kaiserpaar Wilhelm (II.) und Auguste Victoria hier seinen Wohnsitz.

1932 wird das Palais zum Schlossmuseum. Im Krieg trifft eine Fliegerbombe das Haus, das teilweise

ausbrennt. Die Rote Armee richtet hier bis 1954 ein Offizierskasino ein. Dann beginnt eine erste Restaurierung, die aber 1960 abbricht. Die Nationale Volksarmee NVA eröffnet 1961 ein Armeemuseum.

Eine erneute Sanierung beginnt 1991. 1997 können erste Gebäudeteile wieder besichtigt werden. 2006 sind alle 40 Räume fertig gestellt. Die Fassadensanierung soll 2008 abgeschlossen sein. Ste.

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