Der Tagesspiegel : „Sonnenallee“: Studio gefördert statt Film

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Der Rechnungshof rügt Missstände bei der Filmförderung durch das Filmboard BerlinBrandenburg. So kamen beim Erfolgsstreifen „Sonnenallee“, der mit zwei Millionen Euro unterstützt wurde, rund 256 000 Euro nicht, wie vorgeschrieben, dem Film und dessen Produzenten zugute – sondern dem mit dem Bau der Kulisse beauftragten Studio Babelsberg. Dies sei eine „unzulässige Strukturförderung, die dem Filmboard nach dem Geschäftsbesorgungsvertrag, aber auch nach dem Beihilferecht der EU verboten ist“, rügt der Hof. Zudem sei die Summe als „Zusatzförderung“ erst ein halbes Jahr nach Abschluss der Dreharbeiten nachträglich bewilligt worden. Der Rechnungshof drängt darauf, dass die Gelder zurückgefordert werden. Verantwortlich: Wirtschaftsministerium und Landesinvestitionsbank.

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