Soziales : Diakonie wirft Schönbohm Realitätsverlust vor

Das Diakonische Werk hat Äußerungen des brandenburgischen Innenministers Schönbohm zur Lebenssituation von Familien kritisiert. Der Minister trage ideologische Scheuklappen.

Potsdam - Für viele Familien bedeuten Krippe und Kita eine Chance für eine bessere Zukunft", sagte die Direktorin des Diakonischen Werks Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz Susanne Kahl-Passoth in Potsdam. "Wo bitte lebt Herr Schönbohm?", fragte sie weiter. In vielen Ehen müssten beide arbeiten, um über die Runden zu kommen.

Schönbohm hatte an der Initiative von Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) zur Schaffung zusätzlicher Kinderbetreuungsplätze Kritik geübt. Der langjährige CDU-Landesvorsitzende hatte der Ministerin vorgeworfen, "psychologisch ungeschickt" zu agieren. Durch ihre Ankündigung zur Schaffung von hunderttausenden Kita-Plätzen erwecke sie den Eindruck, dass nur berufstätige Mütter erfolgreiche Frauen seien. (tso/ddp)

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