Soziales : Heftige Kritik an CSU-Vorschlag zur Kürzung der Ost-Renten

Nicht direkt Freunde im Osten hat sich der CSU-Hinterbänkler Konrad Kobler gemacht: Der Landtagsabgeordnete hatte gefordert, die Renten im Osten Deutschlands zu senken. Die Reaktionen ließen nicht auf sich warten.

Hamburg/BerlinDer Vorschlag des CSU-Landtagsabgeordneten Konrad Kobler zur Kürzung der Ost-Renten stößt auf heftige Kritik. SPD-Bundestagsfraktionsvize Klaas Hübner sagte der "Bild"-Zeitung, Koblers Vorschlag sei ein Schlag ins Gesicht der Ostdeutschen, die hart für ihre Rente gearbeitet hätten. "Die Rentensätze Ost liegen immer noch unter denen des Westens", sagte Hübner. Aus Kreisen der Unions-Fraktion hieß es: "Der Vorschlag, die Ost-Renten zu kürzen, ist völlig aus der Luft gegriffen. So etwas wird es mit der Union nicht geben".

Kobler hatte der Zeitung zufolge erklärt, weil Frauen in der DDR meist länger gearbeitet hätten als Frauen im Westen, beziehe ein Ost-Rentnerehepaar im Schnitt 250 Euro pro Monat mehr als eines im Westen. Dies koste die Rentenkasse insgesamt 4,5 Milliarden Euro im Jahr. "Wenn da nicht die Bremse gezogen wird, ist das ein Pulverfass", sagte er. (mit ddp)