Der Tagesspiegel : Spaziergang auf der ICE-Trasse

-

Wustermark - Weil er nicht auf seinen Zug warten wollte, hat sich ein 19-Jähriger gestern früh auf der Schnellfahrstrecke Berlin-Hannover in Lebensgefahr begeben. Um 7.13 Uhr meldete ein Lokführer, dass ein Mann bei Wustermark auf den Gleisen entlangläuft. Die Bundespolizei holte den 19-Jährigen, der bereits ein gutes Stück in Richtung Rathenow gelaufen war, von den Schienen und brachte ihn damit in Sicherheit. Dass er nicht von einem ICE erfasst wurde, grenze an ein Wunder, sagte ein Sprecher der Bundespolizei. Durch den Leichtsinn kam es zu Verspätungen von zwei ICE und einem Regionalzug. Auf den Streckenläufer wartet nun ein Strafverfahren „wegen Störung öffentlicher Betriebe“.

Ein Bahnexperte betonte, dass es durch die hohe Geschwindigkeit der ICE unmöglich sei, die Züge rechtzeitig zu erkennen, wenn man auf den Gleisen läuft: „Wenn man den Zug hört, hat er einen auch schon erfasst.“ Selbst wer dicht neben den Gleisen laufe, könne durch den Sog eines Hochgeschwindigkeitszuges weggerissen werden. Ha

0 Kommentare

Neuester Kommentar