SPD : Abgeordnete Schröder tritt 2009 nicht zur Landtagswahl an

Ihre Kritik an der schwarz-roten Arbeitsmarktpolitik hat Esther Schröder oft Streit mit Arbeits- und Sozialministerin Dagmar Ziegler (SPD) beschert. Jetzt will sie nicht noch einmal in Brandenburg kandieren, sondern sich anderen Aufgaben zuwenden.

PotsdamDie SPD-Abgeordnete Esther Schröder wird zur Landtagswahl im kommenden Jahr nicht mehr antreten. Sie wolle sich "anderen interessanten Aufgaben zuwenden", sagte die 39-Jährige am Freitag in Potsdam. Ihr Mandat werde sie noch bis zum Ende der Legislatur im Herbst 2009 wahrnehmen, auch ihr "Hartz IV"-Kontaktbüro in Luckenwalde bleibe "Anlaufstelle für Ratsuchende". Schröder kündigte an, sich "auch künftig in die Weiterentwicklung der Reformen am Arbeitsmarkt" einzubringen.

Schröder ist arbeitsmarkt- und frauenpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion. Sie hatte immer wieder die Umsetzung der Hartz-Reformen und die arbeitsmarktpolitischen Aktivitäten der rot-schwarzen Landesregierung kritisiert. Deshalb geriet sie häufig mit Arbeits- und Sozialministerin Dagmar Ziegler (SPD) in Streit. 2006 verlor sie den Vorsitz des SPD-Arbeitskreises Arbeit und Soziales sowie ihren Posten als stellvertretende Fraktionsvorsitzende.

Ihre politische Karriere hatte die Diplomvolkswirtin in der damaligen PDS begonnen. Sie trat 1999 als parteilose Kandidatin auf der PDS-Landesliste an und kam erstmals in den Landtag. Im Jahr 2000 trat sie in die PDS ein. Allerdings kam es in der Fraktion zu harten Auseinandersetzungen, in deren Folge sie 2003 ausgeschlossen wurde. Nach einer kurzen Zeit als fraktionslose Abgeordnete trat die zweifache Mutter aus der PDS aus und in die SPD ein. (bai/ddp)

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