• „... die nicht einmal Bulgaren sind“ Proteste gegen gebürtige Serben im Team des deutschen Gegners

Sport : „... die nicht einmal Bulgaren sind“ Proteste gegen gebürtige Serben im Team des deutschen Gegners

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Sofia (dpa). Mit der Nominierung von drei gebürtigen Serben für das Testspiel gegen Deutschland hat Bulgariens Nationaltrainer Plamen Markow Unmut im eigenen Team und vor allem bei den Fans hervorgerufen.

Mehrere Zeitungen griffen den Coach wegen dessen Personalpolitik scharf an. „Das gab es noch nie, dass ein Trainer Fußballspieler bis aus China herbeiholt, die obendrein nicht einmal Bulgaren sind“, kommentierte die einflussreiche Zeitung „24 Tschassa“ den Entschluss, die in China kickenden Predrag Pazin und Zoran Jankovic einzuladen. Auch der 31-jährige Zlatomir Zagoric ist offenbar unerwünscht.

Die Fans sind ohnehin nicht gut auf ihr Nationalteam zu sprechen, und deshalb wird wohl auch am Mittwoch wieder, wenn es gegen Deutschland geht, das Stadion nicht ausverkauft sein. Zu sehr sind die Anhänger in den vergangenen Jahren enttäuscht worden. Von der glorreichen Mannschaft, die vor acht Jahren bei der Weltmeisterschaft in den USA die deutsche Elf aus dem Turnier geworfen hatte und am Ende Vierter wurde, ist nur noch Krassimir Balakow übrig geblieben. Allerdings hat auch der in die Jahre gekommene Mittelfeldstar des VfB Stuttgart den Niedergang des bulgarischen Fußballs nicht aufhalten können. Bei den vergangenen beiden großen Turnieren – EM 2000 und WM 2002 – war Bulgarien nur Zuschauer.

Mit dem neuen Nationaltrainer Markow soll nun alles besser werden. „Er war selbst ein guter Fußballer und weiß ganz genau, wie er das Team für die bevorstehenden Aufgaben vorbereiten muss“, lobte Sturm-Hoffnung Dimitar Berbatow von Bayer Leverkusen den 45-jährigen Coach. Die Voraussetzungen für eine erfolgreiche EM-Qualifikation sind allerdings nicht rosig, denn in der Gruppe 8 warten unter anderem die starken WM-Teilnehmer Kroatien und Belgien.

Da kommt der Härtetest gegen den Vizeweltmeister gerade recht. „Wir wollen gegen Deutschland unseren Zuschauern einfach ein gutes Spiel zeigen“, hat Berbatow als Ziel ausgegeben. Markow erwartet „ein gutes Spiel und ein würdiges Ergebnis“.

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