Sport : … und wieder nichts

Mainz bleibt beim 1:1 in Leverkusen zum neunten Mal in Folge ohne Sieg – und ist zufrieden

Erik Eggers

Leverkusen - Sechzig Sekunden vor dem Abpfiff läuft Stefan Kießling, der eingewechselte Leverkusener Stürmer, mit hohem Tempo auf das Tor des Gegners zu, vor ihm stehen nur noch ein Mainzer und der mitgelaufene Andrej Woronin. Aber die große Möglichkeit zur Entscheidung vereitelt Marco Rose, der Kießling von hinten von den Beinen holt – und dafür die Rote Karte erhält. Den anschließenden Freistoß Bernd Schneiders pariert der Mainzer Torwart Dimo Wache. Es bleibt beim 1:1 (1:1) zwischen Bayer Leverkusen und dem FSV Mainz 05 vor 22 500 Zuschauern in der Bayarena. Ein Resultat, das unterschiedlich aufgenommen wird. „Das ist ein Punkt, der sich gut anfühlt“, sagte der Mainzer Trainer Jürgen Klopp, obwohl sein Team nun neun Spiele in Serie sieglos ist und auf einem Abstiegsplatz verharrt. „Es ist total schade für die Truppe, dass wir für die vielen Chancen nicht belohnt worden sind“, sagte ein geknickter Bayer-Trainer Michael Skibbe. Ihm stehen schwierige Tage bevor, da Leverkusen den schlechtesten Start seit 1987 verzeichnet. „Das ist für alle enttäuschend“, sagt Skibbe.

„Wir haben uns gesagt: Wir kriechen jetzt nicht auf den Platz, weil wir zuletzt 1:6 gegen Werder verloren haben“, erzählte Klopp später. Und tatsächlich kamen die Mainzer zunächst besser ins Spiel, erarbeiteten sich Chancen, vor allem nach Standardsituationen. Manuel Friedrich scheiterte nur knapp mit einem akrobatischen Heber aus sechs Metern, den Leverkusens Torwart Jörg Butt parierte. Die 1:0-Führung der Gäste nach 28 Minuten war allerdings glücklich. Denn dem Flachschuss von Imre Szabics ging eine Abseitsstellung voraus. Danach reagierte Skibbe und ersetzte den unsicheren Rechtsverteidiger Haggui durch Paul Freier; Bernd Schneider rückte zurück in die Viererkette. Diese offensivere Ausrichtung wurde belohnt. Schon zuvor hatten Barbarez und zweimal Woronin großen Chancen ausgelassen. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit legte Freier dann Barbarez den Ball auf, und der schlenzte ihn aus 18 Metern zum 1:1-Ausgleich ins lange Eck.

Nach der Pause machte Bayer weiter Druck. Aber die Mainzer Defensive verteidigte mit geschickter Raumaufteilung und großem Kampfgeist. Allein Juan per Kopfball und Barbarez besaßen noch nennenswerte Chancen für Leverkusen. Doch sie trafen nicht.

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