0:0 gegen den SC Freiburg : FC Schalke 04 vergibt die letzte Chance

Beim 0:0 gegen den SC Freiburg verspielt der FC Schalke 04 wohl die Champions League und wird mit Pfiffen von den eigenen Fans verabschiedet.

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"Meinste, das wird noch was mit der Champions League?"
"Meinste, das wird noch was mit der Champions League?"Foto: dpa

Es sollte die letzte Chance des FC Schalke 04 sein, womöglich doch noch die Champions League zu erreichen. Die Mannschaft von Trainer Roberto Di Matteo wirkte beim 0:0 gegen den SC Freiburg aber viel zu lange Zeit so, als würde sie ein Freundschaftsspiel bestreiten. Dabei ging es für die Gelsenkirchener vor dem Spiel um nicht weniger als die Möglichkeit, in der nächsten Saison um die 20 Millionen Euro zusätzlich einzunehmen. Nach einem erschreckend schwachen Auftritt gestaltete sich die Sachlage schon anders: Wenn Schalke die Europa-League-Qualifikation schafft, können Fans und Team zufrieden sein.

Die Szene, die in der ersten Hälfte am meisten Aufmerksamkeit auf sich zog, spielte sich nach einer knappen halben Stunde ab. Benedikt Höwedes kickte den Ball ins Seitenaus, weil dem Schalker Abwehrspieler die Härte des Spielgeräts nicht mehr gefiel. Aber es lag wohl auch kaum am zu geringen Luftdruck, dass beide Teams bis zu diesem Zeitpunkt keinen Torschuss abgegeben hatten. Die Freiburger, die verdient einen Punkt gegen den Abstieg erkämpften, agierten im identischen 3-5-2-System wie die Schalker, was zu einem immensen Überangebot von Spielern im Mittelfeld führte. Permanente Ballverluste auf beiden Seiten ließen keinen Spielfluss aufkommen.

Rückkehr von Kolasinac einziger Lichtblick für den FC Schalke 04

Dass der nur 1,73 Meter große Max Meyer von Jefferson Farfan mit einer Flanke zu einem Kopfball eingeladen wurde, diese aber zu hoch und zu ungenau angesetzt war, passte ins Bild des behäbigen Schalker Spiels. Es sollte in Hälfte eins die einzige nennenswerte Torannäherung bleiben. Die permanenten Quer- und Rückpässe brachten auch den Tabellenfünfzehnten aus dem Breisgau nicht in Bedrängnis. Einziger Lichtblick für die Gastgeber war die Rückkehr von Verteidiger Sead Kolasinac, der neun Monate wegen eines Kreuzbandrisses ausgefallen war und sich in guter Verfassung präsentierte.

Gleich zu Beginn der zweiten Hälfte hatten die Schalker Glück, dass Torhüter Ralf Fährmann einen Schuss von Felix Klaus glänzend parierte. Die Freiburger hatten offenbar ihre Chance erkannt und waren von da an selbst aktiv. Nach einer Stunde Minute schoss Julian Schuster dann sogar einen Elfmeter über das Schalker Tor. Admir Mehmedi wurde, nach einem Solo gegen drei Abwehrspieler, von Benedikt Höwedes im Strafraum gefoult. Immerhin erwachten die Schalker im Anschluss für einen kurzen Moment. Erst Max Meyer aus der Distanz und Eric Maxim Choupo-Moting per Kopfball nach einem Eckball scheiterten allerdings am glänzend aufgelegten Torhüter Torhüter Roman Bürki. Auch die kurze Druckphase der Schalker überstanden die Freiburger ohne große Mühe. Ein gellendes Pfeifkonzert begleitete die Schalker in die Kabine.

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