0:0 gegen FC Villarreal : Bayer Leverkusen scheidet in Europa League aus

Bayer Leverkusen kann das 0:2 aus dem Hinspiel nicht aufholen. Das 0:0 gegen Villarreal bedeutet das Aus im Achtelfinale der Europa League.

Unentschieden geht auch das Duell von Leverkusens Kyriakos Papadopoulos (rechts) und Villarreals Adrian Lopez aus.
Unentschieden geht auch das Duell von Leverkusens Kyriakos Papadopoulos (rechts) und Villarreals Adrian Lopez aus.Foto: dpa

Der Mann an der Seitenlinie meinte es noch gut. Auf seiner Anzeigetafel blinkte eine rote Fünf, aber selbst diese vergleichsweise lange Nachspielzeit konnte dem Abend in der Arena von Leverkusen keine Spannung mehr verleihen. Nach einem 0:0 im Rückspiel gegen den spanischen Klub FC Villarreal ist Bayer Leverkusen am Donnerstagabend im Achtelfinale der Europa League ausgeschieden. Wie schon bei der 0:2-Niederlage im Hinspiel vor einer Woche schaffte es der Bundesligist kaum, sich nennenswerte Torchancen zu erarbeiten. „Villarreal ist eine gute Mannschaft, wir müssen das so akzeptieren“, sagte Leverkusens Karim Bellarabi, „es war ein enorm schweres Spiel für uns.“
Der Abend hatte schon mit einer schlechten Nachricht für Bayer begonnen. Vor 23 409 Zuschauern mussten die Leverkusener kurzfristig auch noch auf den verletzten Stefan Kießling verzichten, so dass sich die Ausfallliste auf acht Spieler verlängerte. Aufgrund der Personalknappheit ließ Trainer Roger Schmidt überraschend Karim Bellarabi als Rechtsverteidiger spielen. Immerhin konnte Hakan Calhanoglu mitwirken, dem wegen möglicher Vertragsverletzungen im Jahr 2011 eine Sperre durch den Weltverband Fifa droht. Calhanoglu war auch an den einzigen gefährlichen Aktionen seines Teams vor der Pause beteiligt. So schnappte ihm Villarreals Torhüter Sergio Asenjo in seinem ersten Saisonspiel nach einem Kreuzbandriss nach 19 Minuten den Ball vom Fuß. Kurz vor der Pause landete ein Eckball von Calhanoglu direkt vor den Füßen von Marlon Frey, doch der 19–Jährige zielte zu hoch.
Ansonsten fiel den Leverkusenern kaum etwas ein, um die kompakte Abwehr der Spanier ins Wanken zu bringen. Die größte Möglichkeit in der ersten Halbzeit bot sich so den den Gästen. Nach einem schnellen Konter tauchte Denis Suarez frei vor dem Bayer-Tor auf, wurde im letzten Moment aber noch von Kyriakos Papadopoulos gestoppt.
Der Innenverteidiger war nach dem Wechsel auch maßgeblich an der größten Chance seines Teams beteiligt. Einen Kopfballaufsetzer des Griechen fischte Asenjo aus dem Torwinkel. Auf der Gegenseite hätte Cedric Bakambu das Spiel frühzeitig entscheiden können. Im Gegensatz zum Hinspiel, als Bakambu beide Treffer gelungen waren, zielte er diesmal jedoch nicht genau genug.
„Wir müssen uns jetzt auf die Bundesliga konzentrieren“, sagte Leverkusens Verteidiger Jonathan Tah, „da gibt es noch viele Punkte zu holen.“ In der Form vom Donnerstagabend wird das allerdings nicht so leicht für Bayer. (Tsp)

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