0:0 gegen Hoffenheim : Hamburger SV: Sieben Mal kein Sieg

Der HSV bleibt beim 0:0 gegen Hoffenheim im siebten Bundesligaspiel in Folge ohne Sieg.

Frank Heike
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Nur Fußball ist schöner. Hamburgs Robert Tesche (rechts) und Hoffenheims Christian Eichner begegnen sich in der Luft. Foto: ddpddp

Hamburg - Marcell Jansen und Dennis Aogo sahen nach dem Spiel aus, als hätten sie gerade einen Marathon hinter sich gebracht. Schon am Mittwoch beim 2:0 in der Europa League gegen Rapid Wien hatte die beiden von der linken Hamburger Seite gerackert, was die Sohlen hergaben. Auch am Sonnabend gegen die TSG Hoffenheim waren sie Vorbilder in Sachen Einsatz, wie sich alle HSV-Profis mühten, um nach zuvor sechs sieglosen Bundesligaspielen endlich wieder zu einem Sieg zu kommen. Aber zwei Spieltage vor Ende des Fußballjahres merkte man jedem Hamburger die Müdigkeit nach vielen englischen Wochen an – beim 0:0 gegen die TSG Hoffenheim fehlten Kraft und Frische, aber auch Köpfchen, um in der einen oder anderen Szene mal etwas Überraschendes zu zeigen.

„Man hat vor allem in der zweiten Halbzeit gemerkt, dass wir nicht mehr die volle Kraft haben“, sagte HSV-Trainer Bruno Labbadia. „Da haben wir zu viele Fehlpässe gespielt. Nach dieser zweiten Halbzeit war für uns nicht mehr drin.“ Hoffenheims Trainer Ralf Rangnick ärgerte sich, dass seine Mannschaft gegen den müden und ersatzgeschwächten HSV nicht mehr herausgeholt hatte: „Die Leistung war in Ordnung, aber ich habe das Gefühl, dass wir hier eigentlich gewinnen müssen.“ Diese beiden doch eigentlich so spielstarken Teams schenkten sich keinen Zentimeter Platz. Viele Fouls und Reibereien waren die Begleitmusik dieses Verfolgerduells, das lange ohne Torchancen auskommen musste – Sejad Salihovic für Hoffenheim hatte in der 65. und 78. Minute die besten des Spiels. Einmal reagierte Frank Rost in seinem 100. Bundesligaspiel für den HSV prächtig, einmal verzog der Bosnier freistehend.

Erwarten können hätte man ein Offensivspektakel, wenn diese beiden Mannschaften gegeneinander spielen. Doch die Verletztenmisere beim HSV lässt keinen Abenteuerfußball zu. Langsam kehren zwar die ersten aus dem Krankenstand zurück; Mladen Petric wurde wie schon am Mittwoch eingewechselt, ebenso wie Eljero Elia. Doch auch in diesem Spiel fehlte dem HSV der weiter verletzte Zé Roberto sehr. Frank Heike

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