• 0:1 im Finale gegen den VfB Stuttgart: Herthas U17 verpasst die Deutsche Meisterschaft
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0:1 im Finale gegen den VfB Stuttgart : Herthas U17 verpasst die Deutsche Meisterschaft

Die U17 von Hertha BSC hat es im Finale um die Deutsche Meisterschaft gegen den VfB Stuttgart verpasst, den Titel erfolgreich zu verteidigen. Am Ende fehlte den Berlinern das nötige Glück, um den VfB-Schlussmann zu überwinden.

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Herthas U-17-Spieler Dominik Pelivan schießt einen Freistoß.
Kein Durchkommen. Auch dieser Freistoß von Herthas U-17-Spieler Dominik Pelivan brachte nicht den erhofften Treffer gegen...Foto: osnapix

Der Wind stand denkbar ungünstig. Er blies die goldenen Luftschlangen für den neuen deutschen U-17-Meister präzise in Richtung des Finalverlierers. Genau über den Spielern von Hertha BSC schwebte das Glitzerwerk wieder zu Boden. Die jungen Berliner schauten, als wären sie gerade in einen Wolkenbruch geraten. Fast fluchtartig verließen sie das Feld, während der VfB Stuttgart seinen siebten Meistertitel bei den B-Junioren feierte. „Stuttgart ist verdient Meister geworden“, sagte Nils-Jonathan Körber, der Torhüter der unterlegenen Berliner, der erneut eine starke Leistung gezeigt hatte. Nur einmal, knapp zehn Minuten nach der Pause, konnte er nichts ausrichten. Aus kurzer Distanz erzielte Adrian Grbic das goldene Tor des Nachmittags. 1:0 (0:0) hieß es am Ende vor 2800 Zuschauern für die Gäste aus Stuttgart. „Es war ein tolles Spiel für den Jugendfußball“, sagte Stuttgarts Sportdirektor Fredi Bobic. Das lag auch an den Berlinern, die nie aufgaben und am Ende einige gute Gelegenheiten zum Ausgleich hatten.

 Drei Minuten brauchte Marius Gersbeck, um zu einem fachmännischen Urteil zu gelangen. „Das ist genau wie letztes Jahr“, sagte der Torhüter von Herthas U 23 auf der Tribüne des Amateurstadions. Gersbeck stand vor einem Jahr bei der U 17 im Tor, als sich beide Mannschaften ebenfalls im Finale begegnet waren. Das diesjährige Endspiel wirkte in weiten Teilen wie eine Kopie – vom Ergebnis einmal abgesehen. Schon nach drei Minuten hatte der VfB seine ersten beiden Chancen vergeben, und es sollten noch einige folgen. So wie im letzten Jahr, als Gersbeck die Stuttgarter mehr oder minder alleine zur Verzweiflung gebracht hatte und Hertha am Ende 2:0 gewann. „Letztes Jahr war es noch klarer“, fand Bobic. Doch auch in diesem Jahr waren die Schwaben die bessere Mannschaft. „Die erste Halbzeit war sehr überlegen geführt“, sagte Stuttgarts Sportdirektor. „Fußballerisch hat mir das richtig gut gefallen.“

 Bei Hertha stand mit Yanni Regäsel nur noch ein Spieler in der Mannschaft, der schon im vergangenen Jahr dabei war. Bei den Stuttgartern waren es immerhin noch drei Finalverlierer, die offensichtlich das Bedürfnis hatten, etwas richtig zu stellen  Die Gäste bestimmten das Spiel, sie hatten mehr Ballbesitz und ein deutliches Chancenplus. Doch entweder scheiterte der VfB an Körber oder an seiner Unentschlossenheit. Hertha hingegen tat sich in der ersten Hälfte schwer, einen Zusammenhang ins Spiel zu bekommen. Die einzige Gelegenheit resultierte aus einem schlampig ausgeführten Freistoß der Stuttgarter, Fabio Mirbach setzte den Ball jedoch über das Tor.  

Der VfB hatte die besseren Individualisten in seinen Reihen, die Berliner setzten mannschaftliche Geschlossenheit dagegen, kamen jedoch nur schwer ins Spiel. Erst nach dem Rückstand trat die Heimmannschaft deutlich fordernder auf. Hertha erhöhte den Druck – und kam nun auch zu Chancen. Allerdings mussten die Berliner feststellen, dass auch Stuttgarts Torhüter Marius Funk kein schlechter ist. Erst parierte Deutschlands U-17-Nationaltorhüter einen platzierten Kopfball von Yanni Regäsel, dann rettete er aus kürzester Distanz gegen Shawn Kauter, und schließlich wehrte er mit einem glänzenden Reflex einen Schuss des gerade eingewechselten Damir Bektic ab. Als Kauter fünf Minuten vor dem Ende die Latte traf, ballte Funk die Fäuste. Um Titel zu gewinnen, braucht man nicht nur einen guten Torhüter, sondern manchmal auch ein bisschen Glück.

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