• 0:2 gegen Hoffenheim: Nächste Pleite für den VfB Stuttgart - und Pfiffe gegen Fredi Bobic

0:2 gegen Hoffenheim : Nächste Pleite für den VfB Stuttgart - und Pfiffe gegen Fredi Bobic

Der VfB Stuttgart ist nach 0:2 gegen Hoffenheim Letzter. Das Umfeld wird zunehmend unruhiger.

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Die Entscheidung. Tarik Elyounoussi trifft zum 2:0 für Hoffenheim und stürzt den VfB ins Unglück. Foto: dpa
Die Entscheidung. Tarik Elyounoussi trifft zum 2:0 für Hoffenheim und stürzt den VfB ins Unglück. Foto: dpaFoto: dpa

Dass der VfB Stuttgart auf einen schwierigen Herbst zusteuert, war auch im Gesicht von Armin Veh deutlich abzulesen. Nach vier Spieltagen deutete die Bilanz von einem Punkt und einem Tor sowie dem letzten Platz in der Bundesligatabelle auf eine schwere sportliche Krise hin. Mit finsterer Miene eilte der 53-jährige Veh nach dem 0:2 (0:1) seiner völlig verunsicherten Elf gegen die TSG Hoffenheim in die Kabine. Anthony Modeste traf in einer schwachen Partie vor 44 000 Zuschauern per Kopf, Tarik Elyounoussi gelang das 0:2 nach einem Konter. Die Stuttgarter Fans forderten lautstark die Ablösung von Manager Fredi Bobic.

Vor der 1:0-Führung von Hoffenheim besaß der VfB zwar eine Ballbesitzquote von über 70 Prozent, gewann mehr Zweikämpfe und hatte eine bessere Passquote. Trotzdem war es Anthony Modeste, der für Hoffenheim nach Sebastian Rudys Freistoß traf, als Stuttgarts Innenverteidiger Daniel Schwaab nicht aufpasste.

Eine andere Zahl belegt dagegen ziemlich deutlich, wo bei den Stuttgartern das größte Problem liegt. Als Martin Harnik auf das Tor von Oliver Baumann köpfte, war das die siebte Torchance der Schwaben. Nicht in diesem Nachbarschaftsduell, sondern in der bisherigen Saison. Mehr aber war nach einer engagierten Anfangsphase nicht herausgekommen. Der VfB verlor seinen Schwung und die Elf von Armin Veh wirkte ratlos. Das 4-1-3-2 System, mit zwei Spitzen und einem Vierer-Mittelfeld führte nicht zu einem klar ersichtlichen Spielkonzept. Das bisschen Selbstvertrauen der ersten Minuten schien wie weggeblasen.

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Unterhaltsamer waren da die Banner im Stuttgarter Fan-Block. Der Fanclub „Commando Cannstatt“ ließ nach seinem offenen Brief („Freier Fall ohne Aussicht auf Besserung“) vergangene Woche Spruchbänder folgen. „Wahler – Schönwetterpräsident statt Krisen-Manager“ und „Wer seiner Arbeit nicht gewachsen ist, muss gehen“. Manager Fredi Bobic wurde mit dem Spruch „Bobic – wir haben die Schnauze voll" abgekanzelt.

In dieser von Frust gekennzeichneten Atmosphäre gelang es dem VfB nicht, Ordnung ins Spiel zu bringen, obwohl sich die Schwaben durchaus bemühten. Die nicht einmal besonders einfallsreichen Hoffenheimer (die angeschlagenen Volland und Szalai saßen auf der Bank, Ermin Bicakcic fehlte verletzt) hatten wenig Mühe, den Gegner vor dem eigenen Strafraum abzublocken. Klein, Leitner und Didavi kamen zwar zu weiteren Kopfballchancen, zur Pause aber begleiteten die VfB-Akteure Pfiffe in die Kabine.

In der zweiten Hälfte bot sich zunächst ein ähnliches Bild. Stuttgart mühte sich, Hoffenheim (ebenfalls schwach, aber in Führung) beschränkte sich auf Zweikampfarbeit im Mittelfeld und vor dem eigenen Strafraum. Hoffenheim reklamierte noch einen Elfmeter nach einem Zweikampf von Schwaab mit Volland, aber Schiedsrichter Peter Sippel pfiff zu Recht nicht. Der 26-jährige Norweger Elyounoussi erledigte den Job dann ohne Pfiff und schloss einen Konter mit dem zweiten Treffer für Hoffenheim ab.

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