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0:2 gegen Mannheim : Eisbären sind chancenlos gegen Adler

Die Eisbären mussten in den vergangenen zehn Tagen fünfmal antreten, drei Punkte konnten die Berliner dabei kein einziges Mal holen. Gegen Mannheim setzte es am Sonntagabend eine absolut verdiente 0:2-Niederlage.

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Gegen Mannheim war es lange Zeit Eisbären-Schlussmann Petri Vehanen zu verdanken, dass das Spiel nicht schon frühzeitig entschieden war.
Gegen Mannheim war es lange Zeit Eisbären-Schlussmann Petri Vehanen zu verdanken, dass das Spiel nicht schon frühzeitig...Foto: Imago

Fünf Spiele haben die Eisbären in den vergangenen zehn Tagen in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) bestritten, drei Punkte konnten die Berliner dabei kein einziges Mal holen. Auch am Sonntag nicht. Gegen den Tabellenzweiten aus Mannheim unterlag der Rekordmeister vor 11 460 Zuschauern in der Arena am Ostbahnhof 0:2 (0:0, 0:1, 0:1). Es war eine absolut verdiente Niederlage gegen einen starken Gegner. „Wie waren im Kopf zu langsam, um die richtigen Entscheidungen zu treffen“, sagte Eisbären-Trainer Jeff Tomlinson. Erstmals in dieser Saison blieb sein Team ohne eigenen Treffer und ist in der Tabelle nun wieder auf Rang zehn abgerutscht.

Das Selbstvertrauen, mit dem die Mannheimer am Sonntagabend auftraten, geht den Eisbären derzeit fast völlig ab. Kapitän André Rankel, der sechs Minuten vor dem Ende mit einem Lattenschuss die beste Gelegenheit für die Eisbären hatte, sprach im Anschluss an das Spiel von einem Kopfproblem: „Wir können uns derzeit einfach nicht darauf verlassen, dass wir irgendwann ein Tor machen.“

Eine klare Spielidee ist bei den Berlinern kaum zu erkennen

Tatsächlich scheinen die Zeiten, in denen die Berliner ihre Gegner beherrschen, endgültig vorbei. „Wir müssen uns jeden Punkt hart erarbeiten“, sagte Stürmer Marcel Noebels, wollte aber noch nicht von einem „Weltuntergang“ sprechen. Dennoch klaffen bei den Berlinern Anspruch und Wirklichkeit derzeit weit auseinander. Zwar kämpft die Mannschaft, aber es wirkt oft so, als sei jeder Spieler vor allem mit sich selbst beschäftigt. Und obwohl inzwischen fast wieder alle Profis einsatzbereit sind, ist eine klare Spielidee bei den Berlinern kaum zu erkennen.

Und so reicht es dann eben nicht zu mehr, auch wenn Noebels klar macht: „Wenn wir mit Platz zehn zufrieden wären, könnten wir auch gleich woanders spielen.“ Doch gerade zum Ende der Spiele verkrampft das Team immer wieder, in der vergangenen Woche wurden im letzten Drittel mehrfach Punkte liegen gelassen.

Gegen Mannheim waren die Eisbären von einem Punktgewinn ein gutes Stück entfernt, einzig Petri Vehanen hatten sie es zu verdanken, dass das Spiel nicht schon frühzeitig entschieden war. Der Berliner Torwart bekam insgesamt 42 Schüsse auf seinen Kasten, passieren ließ er aber nur einen von Matthias Plachta in Minute 25. Das 2:0 der Gäste durch Jonathan Rheault fiel in der Schlussminute, als die Berliner ihren Torwart zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis genommen hatten. Erst in diesen letzten Momenten der Partie konnten die Eisbären ein wenig Druck entwickeln, zuvor war die Dominanz der Adler teilweise frappierend. Die Mannheimer ließen Puck und Gegner laufen und legten schonungslos offen, dass der Tabellenplatz der Eisbären im Moment ganz offensichtlich kein Zufall ist.


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