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0:3-Niederlage in München : Union-Fans flüchten sich in Sarkasmus

Union Berlin gelang bei 1860 München im achten Auswärtsspiel in Folge kein Sieg, die Gastgeber hingegen fahren nach sieben Heimspielen mal wieder einen Sieg ein. Der Berliner Anhang nahm es mit Galgenhumor und Sarkasmus.

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Beliebte Gäste: Union-Trainer Uwe Neuhaus musste auch bei 1860 München tief durchatmen. Seit acht spielen warten die Berliner nun schon auf einen Auswärtssieg.
Beliebte Gäste: Union-Trainer Uwe Neuhaus musste auch bei 1860 München tief durchatmen. Seit acht spielen warten die Berliner nun...Foto: dpa

Auswärts bringen die Fußballer des Zweitligisten 1. FC Union in dieser Saison nichts mehr zustande.  Bei der nicht gerade als Heimmacht bekannten Mannschaft des TSV 1860 München setzte es am Sonntag eine verdiente 0:3 (0:2)-Niederlage. Damit blieben die Berliner im achten Auswärtsspiel in Folge ohne dreifachen Punktgewinn. Die 1000 Union-Fans unter den 18.100 Zuschauern in der Allianz Arena nahmen es mit Galgenhumor und Sarkasmus. „Wir reisen weit, wir reisen viel, wir verlieren jedes Spiel“, sangen sie, als ihre Mannschaft nach gut einer Stunde schon mit 0:3 in Rückstand lag. Zudem skandierten sie „Auswärtssieg, Auswärtssieg“. Trainer Uwe Neuhaus hat die neue Stufe der Leidensfähigkeit der Anhänger registriert. „Dass Sarkasmus dabei war, kann jeder verstehen. Es ist normal. Sie warten lange auf eine richtig gute Auswärtsleistung von uns.“  

Dass die nicht zustande kam lag auch am Fehlen von Patrick Kohlmann. Der Linksverteidiger war zwar nach München mitgereist, doch wegen eines Hexenschusses konnte er nicht mitwirken. Für ihn verteidigte Björn Kopplin auf der linken Abwehrseite. Sowohl beim ersten als auch beim zweiten Treffer hatte der frühere Kicker vom FC Bayern München eine Aktie. Beim 1:0 in der 25. Minute durch Benjamin Lauth verhinderte er die Flanke von Moritz Stoppelkamp nicht. Auch Michael Parensen, der diesmal zusammen mit Kapitän Torsten Mattuschka auf der Doppelsechs spielte, konnte den Kopfball von Lauth nicht verhindern.  Beim 0:2 durch Moritz Stoppelkamp kurz vor der Pause war Kopplin der letzte, der nicht mehr eingreifen konnte. „Wir haben wieder eine schlechte Leistung abgerufen. Man kann es nicht erklären. Unsere Umschaltbewegung war nicht so gut. Wir sind natürlich geknickt. Das Gespött haben wir verdient“, sagte Kopplin. 

Erst als die Partie durch das 3:0 von Lauth entschieden war, kam Union etwas besser ins Spiel. Doch der eingewechselte Steven Skrzybski traf nur den Pfosten, und Adam Nemec die Querlatte. Der Weg zu den eigenen Anhängern nach dem Abpfiff war kein leichter. „Woche für Woche stehe ich auswärts immer da und muss irgendetwas erklären. Irgendwann gehen uns die Argumente aus“, sagte Mattuschka den Medienvertretern.

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