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1:0-Erfolg gegen Jena : Duisburg feiert dritten Pokal-Sieg

Der FCR Duisburg hat zum dritten Mal nach 1998 und 2009 den DFB-Pokal gewonnen. Im 30. Cup-Finale der Frauen, das erstmals in Köln ausgetragen wurde, setzte sich der Titelverteidiger am Samstag knapp mit 1:0 (0:0) gegen den Außenseiter FF USV Jena durch.

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Duisburgs Annike Krahn (v.l.), Alexandra Popp, Simone Laudehr und Inka Grings jubeln über das 1:0.
Duisburgs Annike Krahn (v.l.), Alexandra Popp, Simone Laudehr und Inka Grings jubeln über das 1:0.Foto: ddp

Für die Verkündung der krönenden Zahl wartet der Stadionsprecher einen ruhigen Moment ab. Der Ball kullert gerade in sicherer Entfernung zum Tor des USV Jena von einem Duisburger Fußballerinnenbein zum nächsten, als die Nummer zum Fest offiziell ausgerufen wird. "26.282 Zuschauer – Europarekord", gibt der Mann am Mikrofon bekannt. Das muntere Volk auf den Rängen applaudiert sich selbst – und mit der frischen Bestmarke für Vereinsspiele auf nationaler Ebene im Rücken startet das optimistische Publikum in der halbvollen Kölner WM-Arena kurz darauf gar "La Ola". Der Versuch gelingt, zehn Minuten lang wandert die Welle mit erstaunlicher Geschwindigkeit durch die Arena – und spätestens jetzt steht das Fazit von Martina Voss-Tecklenburg: "Das war eine Riesenstimmung."

Dass ihre Duisburgerinnen das Pokalendspiel gegen den krassen Außenseiter aus Thüringen durch ein Kopfballtor von Nationalverteidigerin Annike Krahn (50.) auch hoch verdient mit 1:0 gewannen, rundete den Nachmittag für die FCR-Trainerin fein ab. Am ersten warmen Tag im Rheinland seit über einer Woche hatten die Kölner schon am Vormittag begonnen, im Westen der Stadt für die allgemein erwartete Volksfeststimmung zu sorgen. Als aufmerksame Beobachterin mit dabei war auch Hannelore Ratzeburg – und wenn es allein nach der DFB-Vizepräsidentin ginge, wäre Köln das Pokalfinale der Frauen für die nächsten Jahrzehnte sicher.

Köln könnte das Berlin der Frauen werden

"Wir wussten ja, dass Köln eine fußballverrückte Stadt ist. Aber dass sie so fußballverrückt ist, hätten wir nicht für möglich gehalten", gurgelt die Verbandsfunktionärin, als die Konfettikanonen ihren glitzernden Inhalt über den Duisburger Fußballerinnen abgefeuert haben und der neue, stramme elf Kilo schwere Pokal lange genug durch die Reihen der Siegerinnen gewandert ist. Und dann folgt Ratzeburgs Versprechen an die ambitionierten Gastgeber des ersten eigenständigen Frauen-Finals seit 1983: "Ob das Endspiel in Köln bleibt, kann ich nicht allein entscheiden. Aber ich werde gute Berichte mitnehmen."

Für das nächste Jahr, wenn das Frauen-Endspiel wegen der WM im Sommer schon im März ausgetragen wird, steht die Domstadt bereits als Austragungsort fest. Aber auch mit ihrem unverhohlenen Plan, als Dauerlösung zum Berlin für die Frau zu werden, hat die Stadt Köln nun allerbeste Karten. Dafür wird nicht zuletzt Jenas Torhüterin Jana Burmeister plädieren.

Mit einem halben Dutzend Glanzparaden trieb die Keeperin der deutschen U23 die Duisburger Offensivabteilung zur Verzweiflung. "Jana hatte heute tausend Hände", fand USV-Trainerin Heidi Vater am Ende die passenden Worte für ihre Schlussfrau, die ihre Großtaten zielsicher vor den Augen von Bundestrainerin Silvia Neid vollbrachte. Burmeister ("Ich genieße das, so viele Männer um mich herum“) selbst wippt in dem Moment vor einer kleinen Medienschar unaufhörlich auf den Füßen und gibt feierlich bekannt: "Das war das Spiel meines Lebens." Die vielen Zuschauer, sagt sie noch, habe sie „gar nicht bemerkt". So viel aber steht für Burmeister fest: "Gegen starke Mannschaften – da kommt es immer raus bei mir."

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