1:0 gegen Leverkusen : HSV auswärts weiter ungeschlagen

Der Hamburger SV bleibt in der Fußball-Bundesliga auswärts ungeschlagen und hat Werder Bremen vom zweiten Tabellenplatz verdrängt.

Leverkusen - Mit dem glücklichen 1:0 (0:0)-Sieg bei Bayer Leverkusen feierten die Hanseaten zwei Tage nach der Uefa-Cup- Niederlage beim AS Monaco (0:2) wieder ein Erfolgserlebnis. Den Siegtreffer erzielte vor 22.500 Zuschauern in der ausverkauften BayArena David Jarolim (83.). Für die Leverkusener war die vierte Heimniederlage der Saison ein erneuter Rückschlag bei der angestrebten Rückkehr Richtung Tabellenspitze. Die Bilanz von Leverkusens Chefcoach Michael Skibbe bleibt mit nur einem Erfolg aus sieben Pflichtspielen weiter mager.

«Ich muss meiner Mannschaft ein Riesenkompliment machen, wie sie 40 Stunden nach dem Spiel in Monaco aufgetreten ist. Sie hat Charakter gezeigt», sagte HSV-Trainer Thomas Doll. Sein Leverkusener Kollege Skibbe verbarg dagegen seinen Frust nicht: «Es ist besonders enttäuschend, wenn man durch ein so spätes Tor verliert.»

Beide Mannschaften überboten sich in der ersten Halbzeit an Harmlosigkeit und zeigten ein unattraktives Gekicke. In der 5. Minute erkannte Schiedsrichter Wolfgang Stark ein Tor des Brasilianers Juan nicht an, da er nach einem Pfosten-Kopfball von Dimitar Berbatow im Abseits gestanden hatte. Die zweite und letzte Chance der ersten 45 Minuten hatte Bayer-Profi Tranquillo Barnetta, dessen Schuss aus 18 Metern HSV-Keeper Sascha Kirschstein bei seinem Bundesliga-Debüt jedoch mit Bravour parierte. Der 25-Jährige musste für Stammtorwart Stefan Wächter zwischen die Pfosten, da dieser sich in der Partie gegen Monaco einen Faserriss in der Bauchmuskulatur zugezogen hatte.

41 Stunden nach der UEFA-Cup-Pleite mussten die Hanseaten zudem auf den verletzten Raphael Wicky und Khalid Boulahrouz verzichten. Dagegen waren Mehdi Mahdavikia und Thimothee Atouba, die in Monte Carlo eine Pause erhielten, wieder mit von der Partie. Bei den Leverkusenern, die nach dem 2:1-Heimsieg gegen Dortmund unbedingt nachlegen wollten, aber wenig gegen den ideenlosen HSV zu Stande brachten, fehlte in der Startformation Nationalspieler Bernd Schneider. Er musste kurz vor dem Spiel passen, für ihn kam Paul Freier.

Auch nach Wiederanpfiff spielte sich das Geschehen vorwiegend im Mittelfeld ab, blieben Torchancen Mangelware. Glück hatten die Platzherren bei einem Kopfball von Atouba, der knapp über die Latte strich. Bei einem Schuss von Bayer-Mittelfeldakteur Jacek Krzynowek (56.) aus 18 Metern fehlten nur Zentimeter zum Führungstreffer. Mehr Durchsetzungsvermögen bewies am Ende Jarolim, der sieben Minuten vor Schluss aus kurzer Distanz den Siegtreffer markierte. (Von Andreas Schirmer, dpa)

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