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1:0 gegen Nürnberg : Leverkusen bleibt erster Bayern-Verfolger

Mit einer zunächst starken Leistung, einem am Ende aber knappen Ergebnis gewinnt Bayer Leverkusen gegen Nürnberg und bleibt damit auf dem zweiten Tabellenplatz. Anteil am Sieg hatten auch drei Ex-Nürnberger in den Reihen von Leverkusen.

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Angriffslustig. Bayer Leverkusen siegt weiter und festigt Platz Zwei.
Angriffslustig. Bayer Leverkusen siegt weiter und festigt Platz Zwei.Foto: dpa

Selten zuvor war Bayer Leverkusen (alias Vizekusen) so stolz, in der Bundesliga Rang zwei zu belegen wie in diesen Tagen. Und natürlich wollten die Bayer-Profis ihre Position eins hinter den Bayern, die sie in der englischen Woche erkämpft hatten, am Samstag liebend gern verteidigen. Es gelang: Leverkusen feierte vor 29 325 Zuschauern einen verdienten, taktisch gut herausgespielten 1:0 (1:0)-Heimsieg gegen den 1. FC Nürnberg. Sehr zur Freude des Publikums, das seine seit vier Bundesliga-Spielen ungeschlagenen Profis lange feierte.

Sechs Minuten waren gespielt, da hätte Schiedsrichter Markus Schmidt ohne Weiteres Elfmeter für Bayer pfeifen können. André Schürrle hatte sich den Ball im Strafraum links vorbei an Raphael Schäfer gelegt, der Nürnberger Keeper brachte den Angreifer zu Fall. Schmidt sah jedoch kein Foul. Die Bayer-Profis meckerten aber nicht lange, kurz darauf feuerte Simon Rolfes einen Weitschuss auf Schäfers Kasten ab – vorbei. Danach hatte Schürrle eine Chance, gleich darauf Stefan Kießling.

Der Bayer-Fanblock war währenddessen leer, und die Kollegen aus Nürnberg schwiegen aus Protest gegen die geplanten DFL-Sicherheitsrichtlinien. Erst nachdem zwölf Minuten und zwölf Sekunden gespielt waren, nahmen die Bayer-Fans singend ihre Plätze ein, auch die Gäste brachen ihr Schweigen. Mehr Schwung gab dies zunächst den Nürnbergern, die langsam aber sicher ihre ersten Angriffe formierten – und sehr gute Chancen durch Timo Gebhart und Sebastian Polter zu Stande brachten. Leverkusen verlegte sich aufs Kontern. Mit Erfolg: Nach einem schönen Eröffnungspass von Rolfes über die linke Seite spielte Schürrle auf den im Strafraum postierten Kießling, der Schäfer mit einem Schuss aus der Drehung zum 1:0 überwand. Niemandem war aufgefallen, dass Kießling knapp im Abseits gestanden hatte, nicht einmal die Nürnberger protestierten.

Nach dem Seitenwechsel zog sich Leverkusen noch weiter zurück und ließ den Gegner das Spiel machen. Nach Flanke von Gebhart hatte Mike Frantz die Chance zum Ausgleich, er setzte den Ball aber übers Tor. Von Leverkusen war im Angriff wenig zu sehen. In der 62. Minute brachte das Trainer-Gespann Hyypiä/Lewandowski auch noch den defensiveren Jens Hegeler für Schürrle. Das Konzept war nicht unbedingt attraktiv, dafür sehr effektiv. Bayer stand gut in der Abwehr, ließ so gut wie gar nichts mehr zu und lauerte auf Konter.

Nach einer Ecke hätte Manuel Friedrich kurz vor Schluss fast auf 2:0 erhöht, Rolfes traf drei Minuten später den Pfosten. Kurz darauf vergab Kießling nach einem Solo die letzte Chance.

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