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1:0 gegen Osnabrück : 1. FC Union erreicht Achtelfinale

Der 1. FC Union hat am Dienstagabend das Achtelfinale im DFB-Pokal erreicht. Die Berliner schlugen Drittligist VfL Osnabrück durch ein Elfmetertor von Torsten Mattuschka 1:0 (1:0).

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Schlag ein. Unions Torsten Mattuschka (Mitte) feiert seinen Treffer zum 1:0 für die Berliner. Foto: dpa
Schlag ein. Unions Torsten Mattuschka (Mitte) feiert seinen Treffer zum 1:0 für die Berliner.Foto: dpa

Der Durchblick fehlte den Spielern des Fußball-Zweitligisten 1. FC Union im DFB-Pokalspiel beim Drittligisten VfL Osnabrück nur vor dem Anpfiff. Weil Anhänger der Berliner mit ihrer Pyrotechnik-Einlage so dichte Rauchschwaden verursacht hatten, musste Schiedsrichter Christian Fischer erst einmal rund zwei Minuten mit dem Spielbeginn warten, ehe der Qualm sich verzogen hatte.

Danach übernahmen die in ihren grünen Pokaltrikots auflaufenden Gäste die Initiative. Benjamin Köhler und Torsten Mattuschka besaßen die ersten Chancen zur Führung. Der 1. FC Union spielte sich im 23. DFB-Pokal-Match seiner Vereinsgeschichte eine Überlegenheit heraus, obwohl die Mannschaft zuletzt ein ganz anderes Gesicht hatte.

Gegenüber der 2:4-Niederlage gegen Greuther Fürth gab es in der Startelf der Köpenicker gleich fünf Veränderungen. Der nach seinem Feldverweis im Pokal-Erstrundenspiel bei Jahn Regensburg (2:1) gesperrte Rechtsverteidiger Marc Pfertzel wurde wie erwartet durch Björn Kopplin ersetzt. Zudem ließ Trainer Uwe Neuhaus so kräftig wie noch nie in seiner über sechsjährigen Tätigkeit bei Union rotieren, weil bereits am kommenden Samstag die nächste Meisterschafts-Begegnung beim SC Paderborn (13 Uhr) ansteht. In der rechten Innenabwehr spielte Roberto Puncec für Christian Stuff. Auf der Doppelsechs lief Baris Özbek anstelle von Michael Parensen auf. Im rechten Mittelfeld bekam Martin Dausch vor dem zuletzt mit Wadenproblem zu kämpfenden Sören Brandy den Vorzug. Als einzige Angriffsspitze durfte diesmal zunächst Simon Terodde heran, nachdem Adam Nemec in den jüngsten beiden Partien die Durchschlagskraft vermissen ließ und nun in Osnabrück eine Pause erhielt.

Die „neue“ Elf des 1. FC Union kam schnell zum 1:0. Nach einem Foul des Osnabrücker Torhüters Daniel Heuer Fernandes an Terodde gab es einen Foulstrafstoß, den Kapitän Mattuschka sicher in der von ihm aus gesehenen rechten unteren Ecke unterbrachte. Fortan blieb Union vor 11 194 Zuschauen, darunter 1650 stimmgewaltige Gästefans, am Drücker. Benjamin Köhler schoss ein Abseitstor. Terodde und Mattuschka scheiterten mit einem Kopfball beziehungsweise Fernschuss kurz vor der Pause.

Im zweiten Abschnitt wurde es hektisch. Der Drittligist versuchte sich in der Berliner Hälfte festzusetzten, kam aber kaum zu Möglichkeiten. Da Union durch den eingewechselten Brandy und Köhler die Vorentscheidung ausließ, blieb es bis zum Schluss spannend. Dann war der Jubel auf Berliner Seite groß, die erstmals unter Trainer Neuhaus die dritte Pokalrunde erreichten. Zuletzt hatte der Pokalfinalist von 2001 vor zwölf Jahren in Runde drei gestanden.

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