1:0-Sieg in Fürth : Stuttgart mit Glück zum Sieg

Dem VfB Stuttgart reicht eine durchschnittliche Leistung zu einem Auswärtserfolg bei der Spvgg Greuther Fürth. Die warten weiter auf den ersten Bundesliga-Heimsieg.

Stuttgarts Torschütze Okazaki Shinji Okazaki.
Stuttgarts Torschütze Okazaki Shinji Okazaki.Foto: dpa

Auch im achten Versuch hat's Greuther Fürth vor eigener Kulisse nicht gepackt. Nach dem 0:1 (0:1) gegen den VfB Stuttgart am Samstag stehen die fränkischen Bundesliga-Newcomer im deutschen Fußball-Oberhaus weiter ohne Heimsieg da und bleiben das Sorgenkind schlechthin. Die Schwaben hingegen verbesserten sich dank eines glücklichen Erfolgs in Richtung der Europapokal-Plätze.

Bei unangenehmer Kälte und hoher Luftfeuchtigkeit reichte dem VfB eine durchschnittliche Vorstellung. Shinji Okazaki (45. Spielminute) köpfte die Gäste vor 17 443 frierenden Zuschauern zu drei Auswärtspunkten gegen engagierte Fürther, die aus ihren vielen Torchancen mal wieder kein Kapital schlugen und zurück auf den letzten Tabellenplatz rutschten. Für die Elf von Trainer Bruno Labbadia war es kurz vor der Europa-League-Partie gegen Molde FK ein willkommenes Erfolgserlebnis - am Donnerstag geht es dann auf kontinentaler Ebene um den Einzug in die K.o.-Runde. In der Liga wird Serdar Tasci dem VfB nach seiner Roten Karte (53.) vorerst fehlen.
Im Mittelpunkt des ersten Durchgangs stand vor allem Vedad Ibisevic: Gleich zweimal fiel der VfB-Stoßstürmer im 16-Meter-Raum und forderte Foulelfmeter. Bei der ersten Szene drehte sich der Bosnier geschickt um Verteidiger Thomas Kleine, sank zu Boden - doch Referee Thorsten Kinhöfer ließ weiterspielen.

Besser lief es für Ibisevic dann unmittelbar vor der Pause, als er nach einem Zweikampf mit Mergim Mavraj fiel - und der Schiedsrichter ihm diesmal recht gab. Der 28-jährige Stürmer trat selbst an, scheiterte zwar am erstmals aufgebotenen Wolfgang Hesl im Fürther Tor, doch den Abpraller verwertete der heranstürmende Okazaki per Kopf.
Im sechsten Pflichtspiel der Stuttgarter in Fürth war es das erste VfB-Auswärtstor seit 1960, damals waren die Teams noch in der Oberliga Süd aufeinandergetroffen. In all den 52 Jahren danach hatten sich die Fürther von den Schwaben zu Hause nie bezwingen lassen - bis jetzt. Dass es soweit kam, hatte sich der Bundesliga-Abstiegskandidat Nummer eins allerdings wie schon so oft in dieser Saison selbst zuzuschreiben: Die Chancenauswertung war schlichtweg schwach.

Die erste gute Szene vergab der Ur-Fürther Edgar Prib schon leichtfertig im Ansatz (6.), spätestens beim zweiten Versuch hätte der Mittelfeldprofi eine blitzsaubere Hereingabe von Christopher Nöthe (34.) verwandeln müssen. Kurz nach der Pause verballerten die Franken innerhalb von drei Sekunden drei Riesenchancen. Zoltan Stieber und zweimal Nöthe brachten es nacheinander aus kürzester Distanz nicht fertig, den Ball im Tor unterzubringen.
Der VfB tat kaum mehr als unbedingt nötig - das änderte sich auch nicht, als Tasci nach einem rüden Foul an Milorad Pekovic Rot sah und frühzeitig in Halbzeit zwei vom Feld musste. Den Gastgebern blieb dagegen das Pech treu: Prib traf mit einem Freistoß die Querlatte, und Kleine verpasste im Nachschuss den fälligen Ausgleich (79.). (dpa)

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