1:1 in Berlin : Union schafft den Ausgleich in letzter Minute

Lange wollte den Berlinern im Spiel gegen den MSV Duisburg nichts gelingen. Am Ende reichte es dank eines späten Treffers von Simon Terodde dennoch zu einem 1:1 gegen den Abstiegskandidaten.

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Union Berlin schaffte gerade noch den 1:1-Ausgleich gegen den MSV Duisburg.
Union Berlin schaffte gerade noch den 1:1-Ausgleich gegen den MSV Duisburg.Foto: dapd

Etwas mehr als eine Stunde war zwischen dem 1. FC Union und dem MSV Duisburg gespielt, als Markus Karl einen Pass schlagen wollte. Unions Mittelfeldspieler holte aus und trat mit voller Wucht in die Luft. Die Szene sprach Bände, lange wollten den Berlinern an diesem Freitagabend nicht einmal die einfachen Dinge gelingen. Am Ende reichte es dank eines späten Treffers von Simon Terodde dennoch zu einem 1:1 (0:0) gegen den Abstiegskandidaten.

Die meiste Zeit war es kein schöner Anblick, was gerade die Gastgeber den 15 076 Zuschauern im Stadion An der Alten Försterei boten. Eine Schwalbe von Simon Terodde im Duisburger Strafraum und ein satter Lattenschuss durch Patrick Kohlmann – die Höhepunkte der ersten Halbzeit sind schnell zusammengefasst. Vom MSV Duisburg kam bis auf gelegentliche Konterversuche nicht viel. Die Mannschaft, als Aufstiegsfavorit in die Saison gestartet, war vor dem Spiel nach fünf Niederlagen in Folge auf den Relegationsplatz abgestürzt.

Union hatte in diesem Kalenderjahr zwar auch erst vier Punkte geholt, dafür aber meist überzeugenden Fußball geboten. Gegen Duisburg war davon wenig zusehen. Fehl- und Rückpässe wechselten sich in steter Reihenfolge ab, die Berliner fielen in längst überwunden geglaubte Einfallslosigkeit vergangener Tage zurück. Der MSV stand tief in der eigenen Hälfte und verengte den Raum geschickt mit zwei dicht gestaffelten Viererketten. „Duisburg hat sehr gut verteidigt, am Ende müssen wir mit dem Punkt zufrieden sein“, sagte Unions Kapitän Torsten Mattuschka. Bei den Gästen mühte sich der einzige Angreifer Maurice Exslager vorn vergeblich – bis zur 62. Minute. Da brachte Jürgen Gjasula den Ball von der linken Seite scharf in die Mitte, Exslager musste nur noch den Fuß hinzuhalten und es stand 0:1 aus Berliner Sicht. „Wir haben nicht aggressiv genug gegen den Ball gearbeitet, da entstehen dann solche Lücken“, sagte Unions Trainer Uwe Neuhaus. Die Stimmung auf Feld und Rängen wurde nun hitziger, Feuerzeuge flogen Richtung des Duisburger Torhüters Felix Wiedwald, Unions Christoph Menz mähte Daniel Brosinski an der Seitenlinie um. Erst als Verteidiger Christian Stuff im Duisburger Strafraum zu Boden gerissen, wurde, schien der Ausgleich für den 1. FC Union nahe. Doch Silvio, sonst ein sicherer Elfmeterschütze, schoss den Ball kläglich in die Arme von Torhüter Felix Wiedwald. Als niemand mehr daran glaubte, wuchte Terodde den Ball in der Nachspielzeit nach einer Ecke doch noch zum viel umjubelten Ausgleich ins Tor.   

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