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1:1 in Paderborn : Union kassiert späten Ausgleich

Durch ein spätes Tor von Christian Strohdiek (90./+2) haben die Zweitliga-Fußballer des 1. FC Union Berlin einen Sieg in Paderborn knapp verpasst. Adam Nemec hatte am Sonntag vor 7590 Zuschauern in der 27. Minute mit einem als Flanke gedachten Linksschuss die Berliner Führung erzielt.

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Doch kein Volltreffer: Baris Özbek und Union Berlin kassierten in der Nachspielzeit noch den 1:1-Ausgleich.
Doch kein Volltreffer: Baris Özbek und Union Berlin kassierten in der Nachspielzeit noch den 1:1-Ausgleich.Foto: dpa

Nach dem Abpfiff der Zweitligapartie zwischen dem SC Paderborn und dem 1. FC Union gab es an der Mittellinie eine Vollversammlung. Fast alle Akteure der Berliner und ihr Trainer Uwe Neuhaus redeten vergebens auf Schiedsrichter Benjamin Brand aus Gerolzhofen ein. Union ärgerte sich doppelt. Zum einen hatten die Köpenicker in der Nachspielzeit durch einen Kopfball des Paderborner Innenverteidigers Christian Strohdiek doch noch den Ausgleich zum 1:1-Endstand kassiert. Zum anderen waren sich alle Gästespieler sicher, dass der dem Ausgleich vorausgehende Eckball nicht regulär zustande gekommen war. „Das war ganz klar Abstoß und keine Ecke. Es ist bitter, wenn man so in letzter Sekunde ein Tor kassiert“, ärgerte sich Angreifer Adam Nemec. „Es war für Paderborn aber schon verdient. Der Gegner hatte sehr viele Möglichkeiten.“

Vor 7590 Zuschauern bei endlich einmal frühlingshaftem Sonnenschein hatte Nemec seine Mannschaft nach Vorlage von Kapitän Torsten Mattuschka in der 27. Minute mit einer abgerutschten Flanke mit 1:0 in Führung gebracht. Neben einem Schuss des aufgerückten Verteidigers Fabian Schönheim eine Minute zuvor, den Diego Demme auf der Linie abwehren konnte, war dies allerdings der einzige offensive Lichtblick Unions in der ersten Hälfte. Paderborn bestimmt von Beginn an die Partie und hätte durch Deniz Naki, Daniel Brückner, Deniz Yilmaz und Mahir Saglik durchaus in Führung gehen können. Doch Glück und ein glänzend aufgelegter Union-Schlussmann Daniel Haas konnten dies verhindern.

Der von Unions Trainer Neuhaus eingeforderte unbedingte Willen, endlich mal wieder ein Auswärtsspiel gewinnen zu wollen, war über weite Strecken nicht wirklich zu erkennen. Natürlich kämpften die Berliner, aber zu häufig blieben sie zweiter Sieger. Daran änderten auch die vier Umstellungen wenig, die Union im Vergleich zur jüngsten 0:3-Niederlage beim FSV Frankfurt vorgenommen hatte.  

Haas stand nach überstandener Schulterverletzung wieder für Jan Glinker im Kasten. Baris Özbek, der in Frankfurt wegen eines Virusinfekts aussetzen musste, begann für Patrick Zoundi. In der Vierer-Abwehr-Kette bekamen Björn Kopplin und Christian Stuff eine Denkpause.  Für sie liefen Marc Pfertzel und Roberto Puncec von Beginn an auf.   „Wir wollten mehr Wert auf die Defensive legen. Das ist uns nicht immer gelungen. Trotzdem habe ich eine Steigerung in der Defensive festgestellt“, sagte Neuhaus. „Das ist leider zu Lasten unserer Offensive gegangen. Unser Tor war alles andere als gut herausgespielt. Es war ein Glücksschuss.“

Fortuna meinte es mit Union auch im zweiten Abschnitte lange gut. Deniz Yilmaz, Deniz Naki, Diego Demme und der eingewechselte Philipp Hofmann vergaben jedoch teilweise kläglich in Gelegenheiten. Zudem warf sich Haas immer wieder den Angriffen der eigentlich eher heimschwachen Paderborner entgegen.  Die Situation spitzte sich jedoch zu, als Unions Linksverteidiger Patrick Kohlmann wegen wiederholten Foulspiels in der 74. Minute die Gelbe-Rote Karte sah und vom Platz flog. In Unterzahl sollte es dann am Ende für Paderborn doch noch zum hochverdienten 1:1 langen. „Wir haben zwei Punkte verloren. Der Sieg für meine Mannschaft wäre verdient gewesen“, sagt Paderborns Trainer Stephan Schmidt, der früher bei Hertha BSC spielte „Aber die Abgeklärtheit hat uns gefehlt. Deshalb bin ich mit dem Ergebnis unzufrieden.“

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