1:2 gegen Middlesbrough : Nächste Pleite für VfB-Coach Veh

Trotz spielerischer Überlegenheit hat der VfB Stuttgart das Uefa-Cup-Hinspiel gegen den FC Middlesbrough mit 1:2 (0:1) verloren. Damit können die Schwaben den Einzug ins Achtelfinale praktisch begraben.

Stuttgart - Der VfB Stuttgart muss nach der zweiten Niederlage unter Trapattoni-Nachfolger Armin Veh den Traum vom Einzug ins Achtelfinale des UEFA-Cups praktisch begraben. Gegen den FC Middlesbrough kassierte der schwäbische Fußball-Bundesligist am Donnerstagabend trotz spielerischer Überlegenheit im Zwischenrunden- Hinspiel eine 1:2 (0:1)-Pleite. Jimmy Floyd Hasselbaink (20. Minute) nach einem kapitalen Schnitzer von Fernando Meira und Stuart Parnaby (46.) direkt nach der Pause trafen zur 2:0-Führung für die Briten. Der VfB kam vor 21 000 Zuschauern im Gottlieb-Daimler-Stadion durch Danijel Ljuboja (85.) nur noch zum Anschlusstreffer.

«In der zweiten Halbzeit gab es gleich das Tor. Danach haben wir keinen guten Fußball gespielt», sagte Silvio Meißner nach der Partie. «Wichtig war das Tor von uns. Mal schauen, was da noch möglich ist.» Das Rückspiel bei den Briten findet am 23. Februar statt. Auch Veh hat sein Team noch nicht abgeschrieben. «Es ist eine Situation, die nicht einfach ist. Aber ich sehe immer Chancen», sagte der VfB-Coach.

Der FC Middlesbrough, der zuvor in dieser Saison im UEFA-Cup noch ohne Gegentor war, kam mit breiter Brust nach Stuttgart. Die Briten hatten in der Premier League Spitzenreiter FC Chelsea mit 3:0 besiegt. Veh hatte seine Elf im Vergleich zu seinem misslungenen Einstand bei Arminia Bielefeld (1:2) gleich auf fünf Positionen verändert.

Der offensiv aufspielende VfB agierte beherzter und selbstbewusster als noch unter Ex-Coach Giovanni Trapattoni. Gleich zu Beginn der ersten Hälfte kam Ljuboja (2.) zu einer guten Möglichkeit. Der Angreifer spitzelte am Strafraum George Boateng den Ball vom Fuß und scheiterte an Keeper Mark Schwarzer, der früher bei Dresden und Kaiserslautern im Tor stand. Nach 16 Minuten vergab Jon Dahl Tomasson nach einer schönen Kombination von Meira und Ljuboja. Nur zwei Minuten später verpasste der Stürmer eine Hereingabe von Jesper Grönkjaer.

Wie aus heiterem Himmel kamen die Gäste zur Führung: Der von Veh wieder in die Abwehrreihe beorderte Meira schoss George Boateng in den Rücken, den Abpraller verwertete Hasselbaink zum 1:0 und stellte damit den Spielverlauf auf den Kopf. Nach dem Aussetzer leistete sich der verunsichert wirkende Meira auf dem schweren Boden noch weitere Patzer, die der Tabellen-16. der englischen Liga aber nicht nutzen konnte. Chancen erspielten sich nur die Schwaben: Die Möglichkeit zum Ausgleich noch vor der Pause hatten Zvonimir Soldo (37.) mit einem Distanzschuss und Tomasson (39.).

Die zweite Hälfte begann mit dem K.o. für die Schwaben: Nach 55 gespielten Sekunden vollendete Parnaby eine Hereingabe von Boateng, der sich auf der rechten Seite durchgesetzt hatte. Der Wille des VfB war nach dem 0:2 gebrochen, die Elf wirkte verunsichert und erspielte sich nur noch wenige Chancen. Für Druck sorgte lediglich über die rechte Seite der agile Grönkjaer. Die Briten zogen sich nach der beruhigenden Führung zurück und taten nichts mehr für die Offensive. Kurz vor dem Ende traf Ljuboja mit einem direkten Freistoß ins untere linke Eck zum 1:2-Endstand.

Rund eine Dreiviertelstunde vor dem Anpfiff war die Haupttribüne des Gottlieb-Daimler-Stadions wegen eines angeblichen Feuers evakuiert worden. Wie sich wenig später herausstellte, war ein Fehlalarm der Grund für die Räumung. (tso/dpa)

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