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1:2 in Mainz : Schalke lässt Punkte liegen

Der FC Schalke 04 hat im Rennen um einen Platz in der Champions League eine Niederlage einstecken müssen. Beim FSV Mainz 05 unterlag der Klub am Freitagabend mit 1:2 (0:1) und verpasste den möglichen Sprung auf Platz drei.

Der Mainzer Gaetan Bussmann (r) Köpft den ball vor dem Gelsenkirchener Leroy Sane (l) weg.
Der Mainzer Gaetan Bussmann (r) Köpft den ball vor dem Gelsenkirchener Leroy Sane (l) weg.Foto: dpa

Vor den Augen seines wahrscheinlichen neuen Sportchefs Christian Heidel hat der FC Schalke 04 einen weiteren Rückschlag im Rennen um die Champions-League-Plätze kassiert. Der Tabellenvierte der Fußball-Bundesliga verlor am Freitagabend mit 1:2 (0:1) bei Heidels aktuellem Verein FSV Mainz 05, der nach Punkten mit den Königsblauen gleichzog und vorübergehend auf den fünften Rang sprang.

Kapitän Julian Baumgartlinger köpfte in der 79. Minute das Siegtor für die Gastgeber. Vorher hatte der Franzose Gaetan Bussmann die Mainzer schon einmal in Führung gebracht (33.). Der in Frankreich geborene Younès Belhanda glich für die Schalker kurz nach der Pause aus (46.), doch am Ende stand die zweite Niederlage im vierten Rückrundenspiel zu Buche. Für alle drei Schützen war es jeweils ihr erstes Bundesliga-Tor.

„Wir freuen uns, dass wir dieses wichtige Spiel gewonnen haben“, sagte Heidel. Besonders freute er sich für FSV-Kapitän Julian Baumgartlinger, der in der 79. Minute das Siegtor für die Gastgeber erzielte. Es war sein erstes Tor im 112. Bundesligaspiel. „Ich konnte mir im Traum nicht vorstellen, dass er mal trifft. Und dann auch noch mit dem Kopf“, sagte Heidel. „Momentan macht es viel Spaß“, meinte Baumgartlinger.

Durch ihren dritten Sieg in Serie sind auch die Mainzer auf einmal zumindest ein Europa-League-Kandidat. Ganz unabhängig vom Ergebnis war allerdings die Personalie Heidel das dominierende Thema rund um diese Partie. Der 52-Jährige soll nach dieser Saison von Mainz nach Gelsenkirchen wechseln, um dort den scheidenden Sportvorstand Horst Heldt zu ersetzen.

Rouven Schröder soll bei Mainz auf Heidel folgen

Dieser Wechsel wird von niemandem mehr dementiert, wurde aber auch am Freitagabend noch immer nicht bestätigt. „Ich bin jetzt im 24. Jahr im Verein, da geht man nicht von heute auf morgen weg. Da ist es meine Pflicht, dafür zu sorgen, dass in Mainz alles geordnet ist“, sagte Heidel vor dem Spiel dem TV-Sender „Sky“. Dennoch soll sein Weggang aus seiner Heimatstadt in den nächsten Tagen verkündet werden.

Derweil wird bereits über seinen Nachfolger spekuliert. Rouven Schröder von Werder Bremen ist angeblich der Topkandidat. Das berichteten mehrere Medien übereinstimmend. Der 40 Jahre alte Ex-Profi arbeitet bei Werder zurzeit als „Direktor Profi-Fußball und Scouting“, gehört aber im Gegensatz zum offiziellen Sportchef Thomas Eichin nicht zur Geschäftsführung der Bremer. Nach einem Bericht von „kicker.de“ hat Schröder von Eichin die Zusage, aus seinem bis 2017 datierten Vertrag aussteigen zu können, falls ihm ein anderer Klub die alleinige sportliche Verantwortung anbietet.

Zwei frühere Mainzer standen in der Startelf von Schalke

Die Schalker hatten mit Belhanda, Leroy Sané, Leon Goretzka und Maximilian Meyer eindeutig die besseren Fußballer auf dem Feld. Die meiste Zeit aber nahmen ihnen die Mainzer mit ihrer Laufbereitschaft und ihrer Zweikampfstärke jeden Raum und jede Lust am Spiel.

Der marokkanische Nationalspieler Belhanda war in der Winterpause von Dynamo Kiew gekommen. Er spielte am Freitag nur deshalb zum ersten Mal von Anfang an, weil der Ex-Mainzer Eric Maxim Choupo-Moting starke Schmerzen am Beckenkamm hat. Aber auch ohne Choupo-Moting standen noch zwei frühere 05er in der Schalker Startelf: Roman Neustädter und der erst im Sommer für zwölf Millionen Euro verpflichtete Johannes Geis.

Beide wussten genau, was sie in der alten Heimat erwartet. Aber auch sie fanden nur selten ein Mittel gegen die giftige, energische Spielweise der Mainzer. Nach einem Fehler von Joel Matip (2.) und einem Sololauf von Jhon Cordoba (6.) hatten die Gastgeber schon früh die ersten Chancen. Schalke dagegen hatte außer einem Schuss von Goretzka (12.) keine nennenswerte Möglichkeit in Durchgang eins.

Das änderte sich nach der Pause binnen weniger Sekunden. Ein erster Schuss von Meyer wurde noch auf der Torlinie geklärt. Doch im Nachsetzen war Belhanda erfolgreich. Schalke war nun deutlich besser im Spiel.

Aber die Mainzer taten ihnen nicht den Gefallen, sich in die Defensive drängen zu lassen. Sie hielten weiter dagegen und erarbeiteten sich nach einer Stunde wieder ein Übergewicht. Die besten Chancen hatte die Schalker Leihgabe Christian Clemens (54.) sowie Jairo (71.). Das Siegtor von Baumgartlinger war am Ende verdient. (dpa)

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