1:2-Niederlage gegen Hoffenheim : Herthas A-Jugend verpasst Pokalsieg

Herthas A-Jugend verliert das Pokalendspiel gegen Hoffenheim knapp. Das Finale war wegen des Regens kurzfristig vom Olympiastadion ins benachbarte Amateurstadion verlegt worden.

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Tränen im Regen. Herthas Tim Scheffler (r.) im Kopfballduell gegen Hoffenheims Robin Neupert.
Tränen im Regen. Herthas Tim Scheffler (r.) im Kopfballduell gegen Hoffenheims Robin Neupert.Foto: dpa

Am Ende durften sie dann doch noch ins Olympiastadion. Zumindest die Siegerehrung des Pokalfinales der A-Junioren ließ der DFB in der großen Arena, die mehr als 70.000 Zuschauern Platz bietet, abhalten und vielleicht ahnten die Spieler von Hertha BSC und der TSG Hoffenheim angesichts der Geisterkulisse im noch leeren Stadion zu diesem Zeitpunkt bereits, dass sie es mit der räumlichen Verlegung ihres Endspiels doch nicht so schlecht getroffen hatten, wie zuerst gedacht und vor allem gefühlt.

Dass die TSG Hoffenheim kurz zuvor durch einen 2:1-Sieg über Hertha BSC den DFB-Pokal der A-Jugend gewonnen hatte, geriet aufgrund der Verlegung des Spiel ins benachbarte Amateurstadion auf der anschließenden Pressekonferenz beinahe zur Nebensache. „Nach den starken Regenfällen der vergangenen Stunden hatten wir mit Hinblick auf das andere Finale keine andere Wahl, als das Spiel zu verlegen“, sagte der Juniorendirektor des DFB, Helmut Sandrock. Mit dem „anderen Finale“ war das eigentliche DFB-Pokalendspiel zwischen Werder Bremen und dem FC Bayern gemeint. Herthas Trainer René Tretschock sprach nachher genau wie Hoffenheims Übungsleiter Guido Streichsbier von „einer vernünftigen Entscheidung“, auch wenn beide Trainer einräumten, dass es sehr schwer gewesen sei, ihren Spielern die Nachricht von der Spielverlegung zu überbringen.

Vor allem die Hoffenheimer, die Tags zuvor noch mit „leuchtenden Augen“ das Olympiastadion inspiziert hatten, schienen die Enttäuschung am schnellsten abgelegt zu haben. Bereits nach vier Minuten traf Denis Thomalla mit einem Distanzschuss zur frühen Führung. Der Vorsprung währte aber nicht lange. Nur zehn Minuten später traf Herthas Marco Djuricin per Strafstoß zum Ausgleich. Anschließend entwickelte sich unter den Augen von DFB-Sportdirektor Matthias Sammer und U20-Trainer Ralf Minge ein temporeiches Spiel. „Beide Mannschaften waren absolut gleichwertig und das auf einem hervorragenden Niveau“, fand Ralf Minge.

Sowohl Hertha als auch Hoffenheim besaßen eine Vielzahl von Möglichkeiten, doch im Gegensatz zu den Berlinern konnten die Hoffenheimer wenigstens eine davon nutzen. Kurz vor der Pause traf erneut Denis Thomalla, wieder per Distanzschuss. Dass es bei diesem Ergebnis bleiben sollte, fand Herthas Trainer René Tretschok „sehr unglücklich“. „Ich kann meinem Team eigentlich keinen Vorwurf machen. Jeder hat alles gegeben, am Ende hat die etwas glücklichere Mannschaft gewonnen.“ Diese nahm unmittelbar nach Spielschluss zuerst die Wünsche von Klubmäzen Dietmar Hopp und später noch den Pokal im Olympiastadion entgegen. Spätestens zu diesem Zeitpunkt dürfte die Enttäuschung über die kurzfristige Spielverlegung zumindest bei den Hoffenheimern endgültig verflogen gewesen sein.

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