1:3 gegen den VfL Wolfsburg : Turbine Potsdam verabschiedet sich vom Titeltraum

Die Frauen des VfL Wolfsburg stehen vor dem Gewinn der Meisterschaft. Der Tabellenführer gewinnt das Spitzenspiel am Sonntag bei Turbine Potsdam mit 3:1.

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Wolfsburg jubelt, Potsdam schaut zu. Die Meisterschaft bei den Frauen dürfte nach dem Sieg des VfL so gut wie entschieden sein.
Wolfsburg jubelt, Potsdam schaut zu. Die Meisterschaft bei den Frauen dürfte nach dem Sieg des VfL so gut wie entschieden sein.Foto: Imago

Es hätte ein perfekter Tag für Turbine werden können: Sonniges Wetter, gute Stimmung bei den 3082 Zuschauern im Karl-Liebknecht-Stadion, Kampfbereitschaft und Siegeswille bei der Mannschaft, um den Favoriten aus Wolfsburg zu schlagen. Aber am Ende hat es nicht gereicht. Turbine Potsdam unterlag dem VfL am Sonntag 1:3 (1:1). Wolfsburg macht damit einen Riesenschritt in Richtung Meisterschaft. Die zweitplatzierten Potsdamerinnen werden den Spitzenreiter bei sechs Punkten Rückstand kaum mehr einholen können.

Den ersten Gegentreffer kassierte das Team von Matthias Rudolph bereits früh: Es gab einen Elfmeter für Wolfsburg nach einem Foul von Turbine-Kapitänin Liam Wälti. Caroline Hansen verwandelte ins linke Eck. Ein früher Rückschlag, die Spielerinnen von Turbine zeigten sich aber kampfbereit, spielten immer wieder mutig nach vorne. Der verdiente Ausgleich gelang nach einer knappen halben Stunde. Tabea Kemme hob den Ball geschickt über Wolfsburgs Torhüterin.

Kurz nach Anpfiff der zweiten Halbzeit gelang Wolfsburg dann das wohl spielentscheidende Tor. Die Wolfsburgerin Anna Blässe verwandelte aus nächster Distanz zum 2:1. Nur knapp zehn Minuten später umspielte Tessa Wullaert die Potsdamer Abwehr rund um Johanna Elsig und Bianca Schmidt und traf zum 3:1. „Hochkaräter“ der Potsdamerinnen gab es in Hälfte zwei nicht mehr, wie Spielführerin Lia Wälti später sagte. „Vielleicht ist es die Effektivität, die den Unterschied zu den Wolfsburgerinnen ausmacht.“ Die würden zum Abschluss kommen.

„Es ist unglücklich, gleich in Rückstand zu gelangen und nach der Halbzeit wieder ein frühes Gegentor zu fangen“, sagte Turbines Trainer Matthias Rudolph. „Wir haben verdient gewonnen, hatten aber auch das Glück, die Tore zur richtigen Zeit zu schießen“, sagte sein Wolfsburger Kollege Ralf Kellermann.

Die Meisterschaftsträume von Turbine Potsdam sind damit obsolet. Die Mannschaft hätte nur dann noch eine Chance auf den Titel, wenn Wolfsburg zwei von drei Spielen verlieren würde und die Potsdamerinnen gegen Leverkusen, München und Duisburg gewinnen würden. Möglicher erscheint dagegen die Verteidigung des zweiten Platzes. Darum geht es am nächsten Sonntag gegen den Dritten Bayern München. „Wir müssen das Spiel hier abhaken und den Blick nach vorne richten“, sagte Wälti.

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