1:3 gegen Wolfsburg : Podolski läuft auf, Köln verliert

Lukas Podolskis Comeback im Trikot des 1. FC Köln ist mit einem 1:3 (0:0) gegen Wolfsburg zu Ende gegangen. "Wir dürfen so ein Spiel nach einem 1:0 nicht aus der Hand geben", sagte der Rückkehrer.

Jörg Strohschein
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Er kam - aber nicht weit. Podolski unter Bewachung.Foto: dpa

So geht kein Held vom Platz. Zumindest nicht, wenn die Erwartungen so groß sind. Doch Lukas Podolski hatte an diesem Abend keinen Grund, sich über seine Rückkehr nach Köln nach 1190 Tagen zu freuen. Mit 1:3 unterlag Podolski mit seinem 1. FC Köln gegen den VfL Wolfsburg und ist damit die einzige Bundesligamannschaft ohne Punkt. „Woran es gefehlt hat, egal. Wir dürfen so ein Spiel nach einem 1:0 nicht aus der Hand geben“, sagte der enttäuschte Angreifer. Es war deshalb eine bittere Niederlage, weil die Rheinländer lange Zeit ein ebenbürtiger Gegner gegen den Deutschen Meister waren.

Das 1:0 durch Fabrice Ehret nach einem Missverständnis zwischen Verteidiger Alexander Madlung und Torwart Diego Benaglio kurz nach der Halbzeit war der Lohn des großen Aufwands, mit dem die Kölner spielten. Doch gegen die Niedersachsen reichte auch das letztlich nicht aus. Die Mannschaft von Trainer Armin Veh schien ab diesem Zeitpunkt, nach müdem Beginn, problemlos das Tempo erhöhen und die Gastgeber in Schach halten zu können. Erst erzielte Edin Dzeko eine Viertelstunde vor dem Ende in einer Druckphase der Wolfsburger den Ausgleich. Nur eine Minute später köpfte der Kölner Verteidiger Pierre Womé ins eigene Tor. Den Schlusspunkt setzte der eingewechselte neue Stürmer Obafemi Martins nach einem Konter gegen die aufgerückten und immer noch stark engagierten Kölner. „Podolski hat das 2:0 nicht gemacht, das war Glück für uns“, sagte Torschütze Edin Dzeko später.

Tatsächlich hätte Podolski zweimal den zweiten Treffer für seine Mannschaft erzielen können und hätte damit die kämpferische Leistung des gesamten Teams belohnen können. Doch letztlich gingen die Kölner als Verlierer vom Platz. Zvonimir Soldo mahnte später die nötige Geduld an. „Wir brauchen noch ein bisschen Zeit. Wir haben immerhin gegen den Deutschen Meister gespielt“, sagte der Trainer der Kölner. Damit sein Team künftig erfolgreicher wird, will der Klub eine weitere Verstärkung holen. Florian Kringe, der bei Borussia Dortmund ausgemustert zu sein scheint, wollen die Kölner ausleihen. Diese Personalie würde dem Wunsch Podolskis entsprechen, der bereits in der vergangenen Woche weitere Profis für das Mittelfeld forderte.

Und während die Wolfsburger mit ein wenig Glück, aber viel mehr Geschick den zweiten Sieg im zweiten Spiel schafften und damit ihre neuerlichen Titelambitionen unterstrichen, müssen die Kölner die zwei aufeinanderfolgenden Niederlagen erst mal verdauen. „Die Niederlage ist ungerecht, aber das bringt uns nicht weiter“, sagte Podolski, ehe er sich auf den Heimweg machte.

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