Sport : 1:3 – Köln blamiert sich in Offenbach

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Offenbach Eigentlich hätte der 1.FC Köln gewarnt sein müssen. Bereits im Juli hat der Bundesligist ein Testspiel gegen seinen Pokalgegner Kickers Offenbach verloren, danach ist der Zweitligist auch noch mit zwei Siegen in die Saison gestartet. Trotzdem, oder vielleicht gerade deshalb, ist der 1. FC Köln in der ersten Pokalrunde gescheitert. Das Team von Trainer Uwe Rapolder verlor bei Kickers Offenbach mit 1:3 (1:0).

Eine Rote Karte für Andrew Sinkala in der 56. Minute wendete das Spiel. Der Kölner hatte Alf Mintzel an der Mittellinie grob gefoult und zu Recht einen Platzverweis dafür erhalten. „Das war die Schlüsselszene des Spiels“, erklärte der Kölner Trainer Uwe Rapolder. Bis dahin hatte das Kölner Team durch einen Treffer von Markus Feulner in der ersten Halbzeit das Spiel im Griff gehabt. „Bis zur 60. Minute haben wir das Spiel gut kontrolliert, auch wenn wir manchmal nur das Notwendigste getan haben“, sagte Rapolder.

Dann aber steigerte sich Kickers Offenbach. Hans-Jürgen Boysen sagte: „Wir haben unsere taktische Linie durchgezogen. Vor 15500 Zuschauern glich Qualid Mokhtari aus. Das Pokal-Aus leitete Christian Lell durch einen sicher verwandelte Handelfmeter ein. Der Kölner Christian Rahn setzte per Eigentor den Schlusspunkt. „Man kann in Offenbach verlieren. Es ist nur schade, dass wir das Spiel durch eine Unbeherrschtheit aus der Hand gegeben haben“, sagte Rapolder.

Beide Teams verwöhnten das Publikum zunächst nicht mit aufregenden Torraumszenen. Nationalspieler Lukas Podolski zog sich früh den Zorn der Offenbacher Fans zu, als er erst Christian Müller foulte und wenig später Ramazan Yilderim festhielt. Schiedsrichter Florian Meyer dämpfte den Tatendrang des 20-jährigen deutschen Nationalspielers mit der Gelben Karte.

Der ruhige Nachmittag war für die Kölner vorbei, als Andrew Sinkala Rot sah. Nachdem Feulner das 2:0 verpasst hatte, drehten die Kickers auf und verdienten sich mit couragiertem Angriffsspiel den Ausgleich durch den Debütanten Qualid Mokhtari auf Vorarbeit von Regis Dorn. Als Köln dann auch noch in Rückstand geriet, brachte Trainer Rapolder in Peter Madsen sowie Youssef Mokhtari, den Bruder des Offenbacher Torschützen, zwei offensive Spieler. Doch der Plan ging nicht auf. Rahn besiegelte per Eigentor die Niederlage. Tsp/dpa

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