1:3-Niederlage in Düsseldorf : Eisbären-Krise verschärft sich weiter

Der deutsche Eishockey-Meister Eisbären Berlin verliert auch beim bisher sieglosen Tabellenletzten Düsseldorfer EG. Es ist die fünfte Niederlage in Folge für das Team von Jeff Tomlinson, das offensiv wieder nicht überzeugen kann.

Shawn Lalonde traf für die Eisbären, musste im zweiten Drittel nach einer Schlägerei aber vom Eis.
Shawn Lalonde traf für die Eisbären, musste im zweiten Drittel nach einer Schlägerei aber vom Eis.Foto: Imago

Zumindest eine gewisse Konstanz kann den Eisbären nicht abgesprochen werden. Am 7. Spieltag in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) unterlagen die Berliner vor 4022 Zuschauern bei der Düsseldorfer EG zum dritten Mal hintereinander mit 1:3 (0:2, 1:0, 0:1). Auch die Torfolge war mit der aus den Spielen gegen Wolfsburg und Köln identisch. Die Eisbären liefen Mitte des Spiels einem 0:2-Rückstand hinterher, kamen dann heran, um am Ende doch wieder zu verlieren. Es war die fünfte Niederlage in Folge für das Team von Jeff Tomlinson.

Die Berliner begannen beim bisher sieglosen Tabellenschlusslicht durchaus forsch, bestimmten im ersten Drittel über weite Strecken die Partie. So richtig zwingend war das Offensivspiel aber nicht, Frank Hördler und Travis Mulock hatten noch die besten Chancen, ein Tor gelang den Gästen aber nicht. Stattdessen fiel in der 18. Minute auf der anderen Seite das 1:0 durch Colin Long, der kurz darauf in Überzahl sogar noch erhöhen konnte.

Im zweiten Drittel verstärkten die Eisbären den Druck und kamen in der 25. Minute durch Shawn Lalonde zum Anschlusstreffer. Der Kanadier schloss eine Kombination über Hördler und Darin Olver bei Vier gegen Vier erfolgreich ab. Strafzeiten kennzeichneten in dieser Phase das Spiel, in der 34. Minute geriet Torschütze Lalonde mit Andreas Martinsen aneinander, die kleine Rauferei hatte für beide das Ende des Spiels zur Folge.

Im letzten Drittel stellte Düsseldorfs Alexander Preibisch den alten Abstand in der 45. Minute mit seinem Treffer zum 3:1 wieder her. Danach rannten die Eisbären wütend, aber konzeptlos an. Die DEG konterte immer wieder gefährlich, Rob Zepp hielt sein Team aber im Spiel. Doch richtig spannend wurde es an diesem Abend in Düsseldorf nicht mehr. Die Eisbären fanden das Tor einfach nicht mehr.

Schon am kommenden Freitag geht es für die Eisbären weiter mit dem Spiel in Schwenningen. Der DEL-Rückkehrer schlug am Mittwoch den EHC Wolfsburg mit 8:1 und gewann zum vierten Mal in Serie. Angesichts der gegenläufigen Trends der beiden Teams sind die in der Tabelle nur noch auf Platz 13 postierten Berliner damit zumindest nicht mehr der Favorit in dieser Partie. (Tsp)

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